Es führt kein Weg daran vorbei. Ich brauche unbedingt ein 117+ für’s reale Berufsleben. Dass man mich (!) einfach so als Kickerqueen bezeichnet, nur weil ich problemlos einen Tischkicker zusammenbauen kann, geht jedenfalls gar nicht.
C. Araxe - 2010.04.13, 13:32
Kaum gleitet alles wieder recht mühelos dahin – was nicht heißt, dass dies nun keinerlei Mühe oder Kraft kostet, aber eben nur so, als dass das eben nur alltägliche Herausforderungen sind –, schon wildern die Gedanken in der Unbegrenztheit ihrer Möglichkeiten. Nicht ganz so verwunderlich, wenn die Ohren in der Unendlichkeit des Weltraums segelten. Reicht ein Leben überhaupt aus, um alle Sehnsüchte auch nur zu fühlen? Es bleibt nur bei einem verschwommenen Bewusstwerden, undeutlich wie nach einem Traum, an den man sich nicht mehr erinnern kann und von dem nur ein vages Gefühl bleibt. Eine Suche nach einem Sein, was jenseits von Raum und Zeit ist. Wohl auch jenseits von jedem Sein. Jegliche Grenzen überschreitend. Alles, wirklich alles ist genauso schwer vorstellbar (von der Machbarkeit rede ich gar nicht erst), wie das Nichts.
Und trotzdem ...
C. Araxe - 2010.04.11, 02:18
„... mit Wurzelhaar und Tiergesicht.”
François Villon
C. Araxe - 2010.04.09, 21:09
Nein, es hatte sicher überhaupt nichts zu bedeuten, dass hinter mir ein Wagen der Tierrettung im Schritttempo fuhr. Heute Morgen hatte ich doch extra eine von den halbwegs seriös wirkenden Menschenmasken herausgesucht und vorm Spiegel überprüft, ob ich ganz normal aussehe.
C. Araxe - 2010.04.09, 10:11
Wieso ist Ostern eigentlich nicht länger?
Ich würde auch noch mal Eier suchen gehen.
(Und wo ich schon gerade beim Fragen bin: Was steckt denn hinter dieser Bloginvasion aus Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Mexiko u. a. Ländern?)
C. Araxe - 2010.04.06, 12:03
Doch. Weiter. Gut.
C. Araxe - 2010.03.31, 10:30
Nacht nackt rabenschwarze Nacht
Du hast es nicht getan
Du hast getan
Ich hab es nicht getan
Ich hab es getan
Krieg unser Seelen
Blut und Boden
Schuld ohne Sühne
auf offener und brennender Bühne
Wenn Du gehst dann lösch die Zeit aus
Mach das Licht aus reiß das Haus ein
und wenn es sie noch gibt
Vergiß den Boden unter meinen Füßen nicht
Wer hält mich Ich falle
Denn ich will tief fallen
Ich will Dich es geht nicht
Du willst mich es geht nicht
Worte verdreht zu Stricken
um den Hals gelegt kein Bitten
kein Blick mehr zwischen Dir und mir
Geschichte im Selbstlauf
die Nächte die Stunden
erst Herbst dann Winter
dann nur noch Winter
Wenn Du gehst dann lösch die Zeit aus
Mach das Licht aus reiß das Haus ein
und wenn es sie noch gibt
Vergiß den Boden unter meinen Füßen nicht
Wer hält mich Ich falle
Denn ich will tief fallen
Ich will Dich es geht nicht
Du willst mich es geht nicht
Die engelsgleiche Gefährtin war vorrausgeritten
der Weg in der Dunkelheit sich verlor
der sonst so fährtensichere Gefährte
gefangen in der fessel seiner
immergleichen Flucht ihre Spuren übersah und trieb tiefer
und tiefer in ein Dickicht aus magnetischen Mustern
der Weg der nie ein Ziel hatte versprach plötzlich Ankunft
als die Gefährtin sich umschaute überkam sie ein Frösteln
als sie den Gefährten wiederfand
erkannte sie in den Zügen seines Gesichtes
die Maske ihrer Gegner
Mach das Licht aus reiß das Haus ein
und wenn es sie noch gibt
Vergiß den Boden unter meinen Füßen nicht
Wer hält mich ich falle
Denn ich will tief fallen
Ich will dich es geht nicht
Du willst mich es geht nicht
the fall is over
Sandow
C. Araxe - 2010.03.30, 00:44
Die Trümmer qualmen in kaltem Rauch, der Bug tief in den Dreck gebohrt. Keine Ahnung, ob es Überlebende gibt. Keine Ahnung, ob ich jemals wieder fliegen werde. Die Blackbox ist unauffindbar, würde aber auch soundso nur mit Schwärze aufwarten, die keiner zu deuten vermag. Man könnte einfach sagen, dass es menschliches Versagen ist. Allzu menschliches, also kein Versagen, sondern die unmögliche Suche nach dem Unmöglichem.
C. Araxe - 2010.03.30, 00:07
Tja, wo ist sie hin, die mühsam zusammen geklaubte Gelassenheit? Flutscht einfach weg, wie nasse Seife. Es ist noch gar nicht so lange her, da sah ich eine Doku über Kamikazeflieger, senkrecht sich in den Abgrund stürzend – hey! – das kann ich auch.
C. Araxe - 2010.03.26, 19:41
Als wenn nicht ein unausgesprochenes „Nein” reichen würde, so wird dennoch auf dem Boden der Büchse der Pandora mit kurzen Fingernägeln herumgekratzt, obwohl man doch recht genau weiß, dass der Deckel zuklappen wird und man dann nur mit blutigen Fingern dasteht. Der Schlüssel wird schon nicht verloren gegangen sein – da muss man nicht gleich zum Brecheisen greifen. Auch wenn man sich fragt, warum man eigentlich immer noch keine Kettensäge im Haus hat, ist es dennoch ganz O.K., dass es keine Baumärkte gibt, die 24 Stunden geöffnet haben. Also eben ganz gelassen (selbst) das Blut von den Fingern lecken, auch wenn es eben nur das eigene ist und nicht das, was so verführerisch woanders pocht. Oder pochen könnte.
C. Araxe - 2010.03.25, 00:47
Da googelt jemand von einem großen Lebensmittel-Disounter nach „verkauf abgelaufener eier strafen” und landet im Gruselkabinett. Tja, mir würde dazu sehr viel einfallen ...
Auf jeden Fall weiß ich jetzt schon mal, wo ich meine Ostereier nicht kaufen werde.
C. Araxe - 2010.03.24, 12:37
Jenseits vom Sonnenlicht pulsiert erhitztes Blut. Fremdes Blut, eigenes Blut. Zunächst brachten es die
Blood Red Shoes zum Kochen an uebel gefährlich überfüllter Stätte. Diesmal mit etwas
mehr Ausdauer und offenbar dem festen Willen, dass es keinen Schweiß mehr gibt, der da fließen kann, sondern nur noch Blut aus den Poren dringen kann. Dies als heiß zu beschreiben, wäre sicher eine Untertreibung.
Sehr hitzig dann auch die Rückfahrt, bei der sich das Blut sprudelnd Meter für Meter auf dem Boden ausbreitete. Unterkühlt norddeutsch hin, abgebrüht großstädtisch her – so ganz gelassen nimmt man eine Messerstecherei dann doch nicht hin. Alles andere als kaltblütig strömte diese Nacht weiter; der und das Morgen noch in unvorstellbarer Ferne.
C. Araxe - 2010.03.22, 10:17
Wie sich wohl der schnell drehende Bohrer im Ohr des Handwerkers macht, wenn ich ihm seine Bohrmaschine abgenommen habe, um ihm auf nicht ganz so subtile Weise zu vermitteln, dass mich gewisse Geräusche doch sehr stören?
C. Araxe - 2010.03.18, 10:09
Da war dieser Drang, alles nur noch im Hier und Jetzt zu erleben. Kein Gestern, kein Morgen. Und es war gut so, wenn es so war. Aber, natürlich gibt es ein Aber, es gibt da auch noch mehr. Das, was jenseits von aller Zeit ist. Eine eigene Welt oder vielmehr unendlich viele Welten, die es überhaupt nicht tangieren, was ist. Irgendwie hatte ich diese vollkommen vergessen vor zu viel Leben. Ihre Stimmen sind dennoch nicht verklungen und ich höre sie wieder deutlich rufen. All das. was nur in Gedanken existiert, den Schädel samt aller Hirnzellen explodieren lässt, wenn man es denn zulässt. Wie konnte ich nur vergessen, was für ein kostbarer Schatz die Phantasie ist? Vollkommen abwesend war sie zwar nicht, wurde aber mehr als stiefmütterlich behandelt. Sie hat es auch nicht leicht und wurde heute wiederum auf hintere Ränge verwiesen, konnte sich nicht weitschweifig ausbreiten, weil da wieder die Gegenwart im Weg stand, die sich in angenehmster Weise präsentierte. Ein barocker Abend, halbwegs stereo totalisiert. Aber keine Sorge, die Stimmen habe ich vernommen (nein, kein Grund zur Zwangseinweisung) und ich werde dann mal wieder auf Reise gehen. Auch wenn ich zugegebenermaßen die jetzige Realität mehr als zu schätzen weiß.
C. Araxe - 2010.03.14, 01:10