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Samstag, 9. August 2014

Bewusste Halluzinationen

Das diesjährige Fantasy Filmfest (FFF) hält schon nach kurzer Durchschau wieder einige Leckerbissen bereit. Insbesondere den neusten Film von Hélène Cattet und Bruno Forzani, L’étrange couleur des larmes de ton Corps, erwarte ich schon sehnsüchtig – ist doch Amer nach wie vor der beste Film, den ich je auf dem FFF gesehen habe. Aber dieses Jahr ist außerdem noch ein ganz besonderes Jahr oder vielmehr der Sommer, denn dieser Sommer ist der Sommer des Surrealismus. Genauer, der des surrealistischen Films. Noch genauer betrifft dies leider nur das Rhein-Main-Gebiet. Etwas neidisch bin ich dann schon, wenn ich sehe, was da bewusst halluziniert wird. Jaja, die Weiden jenseits vom Zaun sind immer surrealer. Wenn ich sehe, was z. B. da in Brooklyn das Morbid Anatom Museum oder in Barcelona El Satélite (Essen + Švankmajer = die ideale Kombination) macht, möchte ich mich schon gern mindestens dreiteilen. Aber Frankfurt ist zum Glück doch etwas näher dran, wenn es gilt, nicht nur virtuell Anteil zu haben. Bewusst werde ich also demnächst (wahrscheinlich doch eher im Herbst nach dem FFF) den Weg dorthin nicht nur halluzinierend finden.

Freitag, 1. August 2014

Erholung, Siechtum und Wiedergeburt

Im Halbschlaf hörte ich heute Morgen die Möwen schreien und in der Ferne ein Rauschen. Es rauscht leider nur der Verkehr und nicht das Meer, wie es eigentlich sein müsste, denn Strand Peter-Ording mussten wir leider eher als geplant verlassen. Mit der Mobilität gab es dort nämlich einige Probleme. Zunächst handelte es sich nur um die digitale. Ebenso wie an Fischernetzen mangelt es dort an digitalen Netzen. Beim kleinen Monster zeigten sich sofort starke Entzugserscheinungen mit ausgeprägten Halluzinationen – mit glänzenden Augen entdeckte es ein Schild, auf dem es meinte „Nordsee-Internet” zu lesen. Bei einem Buchstaben handelte es sich jedoch um ein „a”. Der Schlendrian und ich vermissten die digitalen Welten indes so gut wie gar nicht. Stimmte doch alles: das Wetter war trotz aller vorherigen Prognosen richtig gut, es gab entsprechend allen Bedürfnissen viele Strände zur Auswahl und ringsum das Meer. Neben viel viel viel Strand gab es zudem noch Salzwiesen und kleine Wäldchen, dörfliche Idylle sowie eine ruhige Ferienwohnung mit entspannendem Ausblick ins Grüne vom großen Balkon aus. Nach ein paar Tagen intensiver Nutzung von Luft und Wasser an der See stellten sich bei mir jedoch analoge Probleme mit der Mobilität ein. Nach rapider Zunahme der Schmerzen gab es nur noch den Weg zum Arzt, der mich dann gleich ins ca. 20 km entfernte Krankenhaus überwies. Am liebsten wäre mir ja gewesen, wenn er sofort vor Ort rumschnippelt hätte – er zeigte sich auch sehr beeindruckt von meiner Hartnäckigkeit, so dass nicht mehr viel gefehlt hätte und er dies auch gemacht hätte. Die Vernunft meinerseits setzte sich dann aber doch durch, so dass er nicht zum Kurpfuscher degradiert wurde. Im Krankenhaus wollten sie dann gleich richtig loslegen, also mit Vollnarkose und allem drum und dran. Wenn dies nun unweigerlich erfolgen sollte, so dann doch besser in heimatlichen Gefilden, beschloss ich. So schade es um den vorzeitig abgebrochenen Urlaub war, so gut war jedoch diese Entscheidung. Hier war es nämlich nur ein kleiner ambulanter Eingriff und nach einer Woche dürfte ich wieder geheilt sein. Der Heilprozess nach der an der See geplanten Operation hätte fünf, sechs Wochen gedauert. Ich bin immer noch – gelinde gesagt – erstaunt, zu was für Fehldiagnosen es kommen kann. Und sehr, sehr froh, dass mir das alles erspart geblieben ist. Tja, das war nun leider ein viel zu kurzer Aufenthalt am Meer, aber immerhin gab es einige sehr schöne Tage. Beim gestrigen hiesigen Krankenhausbesuch bekam ich ein Bändchen, ähnlich dem, welches Neugeborene bekommen und ich muss sagen, nachdem das Schlimmste nun überstanden ist, fühle ich mich auch etwas wie neugeboren.



Mehr Meer und anderes mehr.

Freitag, 25. Juli 2014

Nicht da

Aber trotzdem bei uns.

Mittwoch, 23. Juli 2014

Krahbauken



Tag und Nacht krahkeelen die hier herum. Hotel Mama schließt so langsam die Pforten und nun meinen die wohl, dass ich zuständig wäre. Aber mit einfach andauernd „Krah!” schreien klappt das nicht. Immerhin weiß ich, dass Corvus corone ebenso wie Corvus corax quasi sprechen lernen kann. Und wenn es schon kein „Nimmermehr” ist (natürlich mit nachfolgend konsequentem Handeln), so sollte mindestens ein „bitte” drin sein.



Und nein, einfach lieb gucken reicht auch nicht!

Dienstag, 22. Juli 2014

Keine Quinceañera



Aber das finde ich auch ganz gut, dass das kleine Monster kein Mädchen ist und wir uns nicht in lateinamerikanischen Gefilden befinden. Auf die zum Alter passende Zickigkeit habe ich nämlich keine Lust, ebenso wenig auf riesige Feiern. Klimatisch sind die Unterschiede derzeit ja nicht so groß, es bleibt jedoch der angenehm kleine Rahmen, in dem die Feierlichkeiten stattfinden. Und so sitzen wir nun alle in trauter Runde vor unseren Kuchentellern Laptops. (So wird allerdings nicht der ganze Tag verbracht werden.)

Freitag, 18. Juli 2014

Fremdwortschatz

  • Schnee
  • Kälte
  • Eiszapfen
  • Winter
  • Pullover
  • Schlitten
  • Raureif
  • Handschuhe
tbc

Lauter Wörter, an deren Bedeutung ich mich kaum erinnern kann und deren Aussprache mir schwer fällt. Ganz leicht von den Lippen geht hingegen: Urlaub!

Dienstag, 15. Juli 2014

Ein bisschen Schwund ist immer …

Aber nun wird mir das derzeit doch etwas zu viel mit dem Abhandenkommen. Erst mein Kleid und nun auch noch mein Zahnarzt. Eigentlich wollte er nur umziehen – die neue Adresse mit noch mehr Service hatte ich auch schon länger. Noch mehr Service konnte ich mir zwar nicht vorstellen und der geplante Umzug nach Schnepfendorf erschien mir theoretisch zwar weiter (praktisch gesehen wäre es das dann doch nicht gewesen), aber nach all den Jahren (immerhin wären das nun 18!) und diversen Umzügen meinerseits wollte ich diesen Zahnarzt auf keinen Fall verlassen. Das allgemeine Unbehagen vorm Zahnarztbesuch, was bei vielen auch in Dentalphobie mündet, schaffte er mühelos hinweg zu zaubern. Neben der sozialen Kompetenz kam die fachliche, die nicht minder stark ausgeprägt war. Und dazu kam der Sinn für Humor, also genauer gesagt der Sinn für meinen Humor. Und in der langen Zeit gab es einiges, was über die Kauleisten hinausging. So war es dann eben überhaupt nicht schlimm, wenn man sich in grauer Vorzeit beim Babyschwimmen traf. Man tauschte Urlaubtipps aus oder ich holte mir Rat für Bastelarbeiten ein. Tja, und nun hat er mich verlassen. Nie hätte ich gedacht, dass ich mal einen Zahnarzt vermissen würde, aber dies ist nicht zu leugnen. Es ist absolut nicht übertrieben, dass in Erfahrungsberichten geschrieben wird, dass dieser Zahnarzt glücklich machte mit !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ausrufezeichen. Jetzt bin ich untröstlich. Wegen einem nicht mehr vorhandenen Zahnarzt. Unglaublich.

Donnerstag, 10. Juli 2014

Unbegrenzte Möglichkeiten stehen bevor

Dieses Ereignis mit dem runden Teil und bruddiches Wetter – das allein reicht eigentlich schon, um auszuwandern (mehr Gründe lassen sich bestimmt auch noch finden). Morgen wird das dann auch gleich in die Tat umgesetzt. Ich kehre diesem Land auf Nimmerwiedersehen den Rücken und wandere nach Amerika aus! Meinen Reisepass (so einer, nur ausgefüllt) besitze ich schon seit ein paar Tagen, momentan befindet er sich allerdings auf meinem Schreibtisch im Büro – morgen darf ich ihn da aber nicht vergessen. Ich hoffe, dass alles klappt und ich eine gute Überfahrt habe. Sobald alles überstanden ist, werde ich berichten.

Dienstag, 8. Juli 2014

Sockenseuche greift auf Kleider über!

Es muss dringend gewarnt werden vor diesem neuartigen Phänomen, welches heute erstmalig bei einem Kleid aufgetreten ist. Bei Socken ist dies eine altbekannte Pandemie – nicht ohne Grund hängt dieses Werk aus der zozoville Galerie im Gruselkabinett. Meist verschwinden die Socken nach dem Waschen oder vielmehr beim Waschen in der Waschmaschine. Dass nun aber ein Kleid verschwindet und das auch noch vorm Waschen ist absolut neu. Am Sonntag hatte ich das „kleine Schwarze” noch bei einer Ausstellung an. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich es auch auf dem Nachhauseweg trug und es erst daheim ausgezogen habe. Da ist es aber nun nicht mehr. Nirgends. Alle in Frage kommenden Stellen wurden mehrfach abgesucht. Ebenfalls alle Orte, die vollkommen indiskutabel sind. Der Schlendrian, noch auf der Arbeit weilend und telefonisch befragt, beteuerte, es nicht anzuhaben. Das kleine Monster und die Fellmonster konnte ich persönlich in Augenschein nehmen. Die Fellmonster tragen zwar Schwarz, aber eindeutig Pelz. Die Suche mit Steuerung F oder Gurgel half auch nicht weiter. Leider kann ich es auch nicht mit dem Smartphone orten. Falls das eine verfressene Fellmonster das Kleid nicht vertilgt hat, bleibt nur eine – und zwar die wahrscheinlichste – Möglichkeit: das Kleid hat sich bei den Socken angesteckt, die schon den Virus des spurlosen Verschwindens in sich tragen. Jaja, lachen Sie nur! Wenn diese hochinfektiöse Krankheit auch bei Ihren Kleidern zuschlägt, wird Ihnen das schon noch vergehen.

Montag, 30. Juni 2014

Spendenaufruf

Jaja, mal wieder. Aber diesmal ist es wirklich wichtig! Denn es ist so, dass der Urlaub im Dunklen seine Schatten voraus wirft, obwohl es zuvor auch noch Strand und Wellen geben wird. Durch die Umstrukturierung (statt einer Woche sind es nun zwei Wochen und somit gibt es doppelt so viel Möglichkeiten zum schaurigen Genuss) habe ich mich entschlossen, eine Dauerkarte zu erwerben. Hierzu benötigte ich nun ein Foto („muss kein Passfoto sein, sollte aber in die Richtung gehen”) und fand dieses ganz geeignet. Diese Meinung wurde allerdings nicht geteilt: „…  auch wenn du auf dem Bild sehr gut aussiehst, hätte ich gerne eines, auf dem man dich noch besser erkennen kann.” Auf dem zuletzt gemachten offiziellen Passfoto kann man mich jedenfalls noch weniger erkennen. Da werde ich wohl ein neues benötigen. Ich schätze mal, dass man mich sofort erkennen kann, wenn ich mir zum nun angesetzten Fotoshooting einen Eimer Blut über den Kopf kippe. Tja, und nun brauche eben wieder mal ganz dringend Blut!!!

Freitag, 27. Juni 2014

Im Zwielicht beginnt die Dunkelheit

Getränke schimmern in Gläsern, Rauch kringelt sich zur Decke, Worte finden und erfinden sich. Weiter hinten sehnen sich Bücher nach Freundschaften, vorn verharrt ein Klavier. An einem „Ort des gepflegten Besäufnisses und des ernsthaften Gesprächs” wie diesen lässt es sich sehr gut aushalten. Zu noch mehr Wohlbefinden führt es, wenn dieser Raum mit passender Musik gefüllt wird. Wenn das Klavier erweckt wird und eine dunkle Stimme melancholische Lieder vergangener Zeiten mit Leben erfüllt.

„Songs from a Black Room” kündigte die Kreidetafel an. Der Raum, der so nach Dunkelheit lechzte, gab sich indes zwielichtig. Von der noch vorhandenen Helligkeit ließ sich Mona Mur jedoch nicht abschrecken und der Abend begann mit Interpretationen von Marlene Dietrich, Zarah Leander, Lee Hazlewood und anderen. Dieses Repertoire füllte den ersten Teil aufs Angenehmste. Anschließend wurde das Klavier und mit ihm Peter A. Rodekuhr von En Esch an der Gitarre abgelöst und es folgte eine musikalische Reise durch Mona Murs eigenes Schaffen. Auch wenn der erste Part veilchengleich (wie Faust aufs Auge) in diese Bar passte und der zweite mit einigen technischen Problemen zu kämpfen hatte, so gefiel mir letzterer dennoch besser. Mögen die Coverversionen seelenverwandt sein, so ist das Selbstkomponierte voller Seele, voll der Seele von Mona Mur.



Und nun darf ich mich gleich auf zwei zukünftige Ereignisse freuen. Zum einen auf die Wiederveröffentlichung des von Dieter Meier (Yello) und dem Warsaw Philharmonic Orchestra produzierten Album „Warsaw”, zum anderen auf das nächste Konzert auf der Stubnitz, in deren stählernen Bauch es auch etwas härter zugehen dürfte. Noch mehr böse Musik für böse Leute!

Samstag, 21. Juni 2014

Das kleine Monster bloggt …

… doch noch weiter. Und zwar hier. Es ist hatte zwar nun auch schon länger einen Blog auf twoday.net, was allerdings nicht dazu führte, dass dies vermehrt genutzt wurde (jaja, meine Blogfrequenz hat auch nachgelassen, aber die ist dennoch höher als halbjährlich oder noch weniger). Die letzten Aktivitäten vom kleinen Monster führten jedenfalls zu einem Vollcrash und nun bin ich gespannt, wie es mit dem Neuanfang läuft. Seien Sie gespannt auf den nächsten Eintrag in einem halben Jahr oder so … ;·)