Donnerstag, 7. Mai 2015
Dienstag, 28. April 2015
Vollgedröhnter Montagabend
Trotz Montag und hoher Konzertdichte in letzter Zeit war der gestrige Besuch des Auftrittes von A Place to Bury Strangers unverzichtbar. Kaum eine Band versteht es auf so eindrucksvolle Weise Feedback um Feedback aufeinander zu schichten bis ein unendlicher Kosmos voller Lärm entsteht, in dessen Weiten man sich ziemlich schnell verlieren kann. Als es nach gewohnt gekonnter Lichtshow dunkel wurde und man sich aufs Angenehmste im nach wie vor vorhandenen Sound vollkommen verloren fühlte, tauchte die Band überraschend mitten im Publikum auf. Ein gelungener Abschluss für ein – ja schon wieder – richtig gutes Konzert.
Sonntag, 26. April 2015
Rauf auf’s Sofa!
Zu meinem großen Bedauern ist daheim im Gruselkabinett leider kein Wohnzimmerkonzert meiner Hamburger Lieblingsband Telomer mehr möglich. Glücklicherweise heißt das aber nicht, dass man komplett auf diese heimelige Akustikdarbietung verzichten muss – auch andere Wohnungen haben schöne Sofas. Und so gab es nun endlich das zweite Wohnzimmerkonzert. An den Akustikversionen wurde diesmal teilweise noch mehr gearbeitet, so dass die Songs nicht nur besser zur Geltung kamen, sondern vielmals ihr akustisches Eigenleben führten. Zur allgemeinen Erheiterung tat dies kurzzeitig ebenfalls der Bass, der sich ein Plektrum einverleibte – aber Klappern gehört schließlich zum Handwerk. Insgesamt hat dieses Konzert mit unheiteren Liedern wieder sehr viel Freude gemacht. Zu den Höhepunkten gehörte zweifelsohne die deutschsprachige Coverversion von „Personal Jesus”.
Freitag, 24. April 2015
Über den Mond hinaus und noch viel weiter
Als allererstes muss die Vorband gelobt werden. Über die heimelig klingenden Grabsteine der Warm Graves bin ich zuvor schon öfters gestolpert. Im verhallten Gesang mag man mitunter Robert Smith in düstersten Zeiten heraushören. Klänge, die aus tiefstem Nebel (akustisch) herüber wabern – sehr schön anzuhören, aber … nun ja – es fehlte etwas an Lebendigkeit bei den Studioaufnahmen. Live kam das jedoch weitaus besser rüber. O.K., das ist untertrieben – also das war richtig gut. Das lag vor allem an dem genialen Schlagzeuger. Nun gut, das war also die sehr überzeugende Vorband, die dann vergleichsweise wiederum doch nur lauwarm war, denn das, was Moon Duo darboten, war einfach nur ein Rauschzustand voller Glückseligkeit. War es beim ersten Mal wirklich nur ein Duo, so gab es diesmal keine Drum Machine mehr, sondern einen noch genialeren Drummer als bei der Vorband. Die schon zuvor erlebte Sogwirkung dieser Musik zog einen noch viel mehr in ihren Bann. Es hätte endlos so weiter gehen können – nicht zufällig war aus dem Publikum „Bitte nicht aufhören!” zu vernehmen. So viel ich weiß, stehen Moon Duo nicht auf dem Index verbotener Substanzen, könnten aber nicht mehr weit davon entfernt sein …
Donnerstag, 23. April 2015
Auf den Trichter gekommen
Nicht alles Blut löst Freude und entzücken aus. Böses Blut ist das, was man am lädierten Schwanz des einen Fellmonsters entdeckt hat. Ruhigen Blutes ist man dann erst wieder, wenn es doch nicht so schlimm ist wie es aussieht. Beim Tierarzt hat der sonst so großtatzige Kater Blut und Wasser geschwitzt. Der Trichter hat dann sein Blut ganz schön in Wallung gebracht. Der heißblütige Kampf dagegen wurde nun aber vollkommen erschöpft aufgegeben. Nach zweiwöchiger Tragezeit ist der ihm dann aber vielleicht in Fleisch und Blut übergegangen.
Dienstag, 21. April 2015
Literweise Herzblut
Montage sind nicht gerade optimal für einen Konzertbesuch geeignet – es muss also schon ein besonders lohnenswertes Konzert in Aussicht gestellt werden. Singer-Songwriter locken mich mittlerweile überhaupt nicht mehr – da wurden meine Ohren schon zu oft verhasenschaukelt. Nach dem Ansehen dieses Videos stand jedoch fest, dass gestern kein Weg daran vorbei führte. Manch einer könnte behaupten, dass Richard Dawson einer der unmusikalischsten Musiker ist. Das macht aber überhaupt nichts, da er das, was er macht, aus vollem Herzen macht und jeden direkt ins Herz trifft. Außer man hat kein Herz.
Freitag, 17. April 2015
Alles nur geträumt
Dienstag, 14. April 2015
Die lieben Kollegen, Teil 36
Freitag, 10. April 2015
Fast unbemerkt
Sonntag, 29. März 2015
Das Beste aus Limburg
Erst vor kurzem wieder, dass eigentlich erst richtig entdeckt, freute ich mich schon seit Tagen auf das Konzert von Die Radierer in einem Plattenladen. Und die Vorfreude wurde auch nicht enttäuscht. Es macht einfach einen Riesenspaß diese Musik zu hören, die ihre Wurzeln bei Post-Punk und NDW haben mag, allerdings in so viele Richtungen wuchert, dass man eine Einordnung lieber bleiben lässt. Für Freude sorgen vor allem aber auch die Texte, changierend zwischen Dada und Subversivität und oft ziemlich böse. „Gott lebt, es geht ihm gut. Er ist ein kleiner Mann mit Hut. Er geht ins Kino, guckt Donald Duck. Dann kauft sich Gott ’nen Sixerpack.” Live ist das alles natürlich noch viel besser.
Freitag, 27. März 2015
Nimm das!
Die lieben Kollegen, Teil 35
Und ja, es wird dringend notwenig 117+ bei der Arbeit einzuführen. Meine Chefin ist derzeit krank, arbeitet aber munter von zu Hause aus. Wenn ich sie darauf hinweise, dass sie mal offline gehen und sich erholen soll, bekomme ich ein „Ja, Mutti!” als Antwort. Das geht ja nun überhaupt nicht.
Montag, 23. März 2015
Tusk
Regie: Ana Lily Amirpour
Darsteller: Milad Eghbali, Marshall Manesh, Arash Marandi, Mozhan Marnó, Dominic Rains, Reza Sixo Safai, Rome Shadanloo, Sheila Vand
Vom erfolgreichen Erstling „Clerks” des Regisseurs sind mir noch sehr gut die spritzigen Dialoge voller Wortwitz in Erinnerung, welche mehr oder weniger den ganzen Film einnehmen. Sehr dialoglastig geht es auch in dieser Horror-Groteske zu, in der ein Podcaster aus L.A. in der kanadischen Provinz nicht nur zu ein paar guten Stories kommt. So viel sei verraten: die titelgebenden Stoßzähne bekommen eine zunehmende Bedeutung. Gruselig ist dies überhaupt nicht und lustig wird man es nur finden, wenn man mit dem schrägen Humor etwas anfangen kann. Wem also viele Worte und skurrile Typen nicht stören, dürfte hierbei gute Unterhaltung finden.
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A Girl Walks Home Alone at Night
Regie: Ana Lily Amirpour
Darsteller: Milad Eghbali, Marshall Manesh, Arash Marandi, Mozhan Marnó, Dominic Rains, Reza Sixo Safai, Rome Shadanloo, Sheila Vand
Ein Vampirmädchen im Tschador und Ringelshirt auf einem Skateboard trifft tiefnächtens einen James-Dean-Typen, der als Dracula verkleidet und auf seinem ersten Ecstasytrip ist. Dies spielt sich in Bad City ab, einer düsteren Stadt mit monströser Industrie, Drogen und Leichen in den Straßengräben, in der persisch gesprochen wird. Vor und nach dem Aufeinandertreffen der beiden Hauptdarsteller passiert schon noch einiges, aber neben der sehr präsenten Musik (ja, es gibt u. a. auch persischen New Wave), sind es vor allem die Bilder, die (an)sprechen. Manchmal fühlt man sich an expressionistische Filme der 20er Jahre erinnert, verbunden mit einer Atmosphäre, die an David Lynch denken lässt. Filme wie „The Addiction”, „Die Frau mit der 45er Magnum” oder „Nadja” werden ebenfalls in Erinnerung gerufen. („Only Lovers Left Alive” zählt wahrscheinlich auch dazu, aber ich bin noch immer nicht dazu gekommen, ihn mir anzusehen. Jim Jarmusch kann man aber allgemein auch heraussehen.) Referenzen, die für sich sprechen – dieser Film reicht dann aber doch nicht so ganz an diese heran. Dennoch, mehr als sehenswert!
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