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Die lieben Kollegen, Teil 52

Nun ist es so weit. Tag 1 (von zwei Wochen) ist vollendet und ich kann zumindest schon feststellen, dass die Englischkenntnisse des chinesischen Grafiker-Kollegen alles andere als vollendet sind. Für eine Woche ist seine chinesische Kollegin noch mit dabei, die heute größtenteils als Übersetzerin fungierte. (Irgendwie kam mir das Englische heute vor, als sei es meine Muttersprache.) Bei einer kurzen Präsentation ist das schon sehr dürftig, wenn man keinen einzigen uns verständlichen Satz dazu äußern kann. Spannend wird nun auch das Trainingsprogramm, aber immerhin hat der Kollege eine Übersetzung-App auf seinem Smartphone. Ansonsten herrscht viel Hand und Fuß bei der Kommunikation. Morgen werde ich mal versuchen, ihn über private Interessen auszufragen. Immerhin sind wir ja auch teilweise für die Freizeitgestaltung nach der Arbeit verantwortlich. (Ich weiß zumindest jetzt schon, dass es bei ihm nicht mehr als ein kleines Bier geben darf.) Tja, es bleibt spannend. Und morgen ist auch der Tag, an dem der neue Azubi anfängt, also mein neuer Azubi und somit mein erster Tag als Ausbilderin. Wann ich eigentlich zur „normalen” Arbeit komme, weiß ich allerdings überhaupt nicht ...
C. Araxe - 2017.08.09, 22:42

Nun nähert sich der Besuch aus dem Reich der Mitte dem Ende. Der chinesische Grafik-Kollege will abends eigentlich am liebsten nur im Hotel zocken – jegliche Gedanken zur Freizeitgestaltung waren also mehr als überflüssig. Seine mit anwesende Chefin war weitaus kommunikativer oder auch der englischen Sprache mächtiger. Trotz besserer Kommunikation gab es jedoch auch -ähm- überraschende interessante Gespräche. Sie wollte mir beispielsweise partout nicht mein Alter glauben, selbst das Vorzeigen meines Persos konnte sie nicht überzeugen. Auf Nachfrage, wie ich das machen würde, dass ich nach ihren Worten eher nach 30something aussehen würde, gab sie sich nicht mit allgemeinen Floskeln zufrieden. Erst als mir dann doch rausrutschte, dass ich ab und zu mal Blut trinken würde, war das für sie glaubhaft und schon hat sie auf ein Alter von 1000 Jahren getippt, was für sie dann wieder stimmig war. Hm, nun werde ich also auch in China als Vampir deklariert. Mein Azubi macht sich für den Anfang übrigens recht gut. Und was Effizienz betrifft, habe ich da auch einiges erreicht. Bei einem Meeting mit einer, nun ja schwierigen Person, dass auf 4 Stunden angesetzt war, habe ich kurz vorher alles geklärt, so dass das Meeting somit überflüssig war. (Ich könnte, wenn das meine Intension wäre, echt in den Verkauf von irgendetwas gehen, so wie ich die Leute an die Wand laber. Das habe ich heute auch noch mal privat im Finanzbereich erlebt. Wobei es eigentlich nur darum geht, dass man weiß, was man will, dies entsprechend zur Sprache bringt und weiß, wovon man redet.)