Aber
Hirnhälften und Knochensplitter gehörten wieder zur vorweihnachtlichen Großbackaktion. Ebenso Zimtsterne, Mandelherzen, Vanillekipferl und diese Teile mit Marmeladenfüllung. Das Schokoladenspritzgebäck (die Kackhäufchen) wurde dieses Jahr aus Bequemlichkeit in Katzenpfoten umgewandelt. Ein rundes Etwas, in das eine Gabel gedrückt wurde. Das alles reicht wieder bis Ostern, möchte man meinen, aber aus Erfahrung weiß ich inzwischen, dass sich diese Unmengen an Plätzchen wieder viel zu schnell dezimieren werden.

C. Araxe - 2006.12.10, 18:57
In diesem Alter kann es mit beiden Beinen vom Boden hochspringen, Buchseiten einzeln umblättern und Türme aus 8 Klötzchen bauen. Es reiht mehr als 2 Wörter aneinander, wendet aber noch kaum Regeln des Satzbaus an und es spricht von sich als „ich” oder benutzt seinen Vornamen. Das Sprachverständnis ist gut entwickelt; es versteht das meiste auf seinem Niveau Gesprochene. Die Aussprache ist relativ deutlich.
Ja, so sollte es sein mit einem Zweijährigen. Bei manchem habe ich noch meine Zweifel, ob das wirklich alles schon so klappt. Bisher hat es sich aber doch ganz gut entwickelt, nicht zuletzt durch rege Anteilnahme aller hier Vorbeischauenden. Und dafür möchte ich mich anlässlich des heutigen Jahrestages auch vielmals bedanken!
C. Araxe - 2006.12.09, 17:36
(Anklicken für Großansicht)
... und mache ein(en) Morgen.
C. Araxe - 2006.12.08, 08:52
Das Datum vom
5. November 2006 ändert sich zum heutigen Datum in
Datum. Und aus virtuellen Welten wechselt es über zu gedruckten Buchstaben auf Papier. Etwas, was man nicht nur sehen, sondern auch anfassen kann. Ich weiß zwar nicht, womit ich diese Ehre verdient habe, bedanke mich aber vielmals bei der Redaktion von Datum.
C. Araxe - 2006.12.07, 12:50
Zu diesem
Hörspiel kann ich zwar leider nicht sehr viel sagen, da ich es noch nicht gehört habe, aber mir wurde versichert, dass ich es mögen würde und daher empfehle ich es einfach mal weiter.
(Einen Livestream gibt es
hier.)
C. Araxe - 2006.12.06, 16:01
Deutschland/Großbritannien/Frankreich, 2005
Regie: Timothy und Stephen Quay
Darsteller: Gottfried John, Amira Casar, Cesar Saracho, Assumpta Serna
„Diese Dinge geschehen nie, sind aber immer.” Mit diesem passenden Zitat von Sallust beginnt der zweite Langfilm der Gebrüder Quay, die ansonsten eine Menge Kurzfilme in der Tradition von Jan Svankmajer gemacht haben. Ebenso wie im ersten längeren Werk - „Institute Benjamenta” - wird sich von jedweder Realität abgewendet und eigene phantastische, meist recht düstere Traumwelten erschaffen und diese beherrscht da wie dort Gottfried John in einer Hauptrolle. Diesmal als eine Art musikbesessener Dr. Frankenstein, der mit Hilfe von Automaten seine eigene Oper aufführen will, die natürlich alles andere übertreffen wird. Zu deren Vollendung soll die auf mysteriöse Weise gemeuchelte und entführte Opernsängerin Malvina beitragen, die wieder zum Leben erweckt wurde oder nun zumindest zwischen Leben und Tod existiert. Außerdem bedarf es der Unterstützung eines Klavierstimmers, der sich wie der Zuschauer hypnotisch angezogen in dieser bizarren Geschichte verliert, in welcher von Pilzen in Ameisenhirnen oder dem Zusammenhang zwischen Stimmbändern und weiblichen Geschlechtsorganen die Rede ist. Aber vor allem die Bilderwelten faszinieren hierbei. Man lässt sich nur allzu gern die Sinne von diesem Film verwirren.
(Kinostart war eigentlich der 17.08.2006, aber hier läuft der Film gerade.
Egal - erstaunlich genug, dass ein Film der Quays ins Kino kommt.)
C. Araxe - 2006.12.05, 09:08
Gehen, einfach nur gehen. Wohin ist vollkommen egal. Und auch das Wo ist nicht so sehr von Bedeutung. Es ist zwar sehr schön, am Wasser entlangzugehen, der tosenden Meeresbrandung zuzuhören, einem breiten Strom zu folgen oder auch nur dem Murmeln eines Baches zu lauschen. Ebenso haben Wälder, Felder und Wiesen ihren Reiz. Man kann es auch genießen, durch menschenleere Straßen einer Großstadt zu gehen, wenn Regen und Kälte die Einwohner in die Häuser getrieben hat oder tiefnächtens, wenn die Schritte einsam auf dem Pflaster hallen und einem nur selten eine Nachtgestalt begegnet, die wie eine geisterhafte Erscheinung den Weg kreuzt. All dies ist gleichgültig, denn irgendwann wendet sich der Blick nach innen, nachdem er zuvor alles noch intensiver wahrgenommen hat.
Die Gedanken flattern nicht mehr hektisch in engen Kreisen um Alltäglichkeiten, sondern schwärmen aus in ferne Gefilde. Immer weiter werden die Bahnen und immer langsamer.
Schritt um Schritt, Kilometer um Kilometer kehrt immer mehr Ruhe ein, bis von ihr alles erfüllt ist. Ein Ankommen im tiefsten Innern.
C. Araxe - 2006.12.03, 19:22
Oft ist es schwer, alle Aspekte einer Persönlichkeit einer einzigen Person zuzuordnen. Noch schwieriger ist es, die ganze Vielfältigkeit überhaupt zu erfassen. Wer kennt jemanden schon wirklich? Wer kennt sich selbst bis in den letzten Winkel?
All das, was meist verborgen bleibt ...
"Ich ist ein anderer."
(Arthur Rimbaud)
C. Araxe - 2006.11.30, 18:57
"Mama guck mal! Ich war in einem Atomkraftwerk ... "

C. Araxe - 2006.11.30, 09:58
Das Glück liegt in einer Familienpackung Taschentücher,
in die man nicht sein Selbstmitleid schneuzt, sondern nur schnöden Schnodder.
Mehr braucht man nicht.
C. Araxe - 2006.11.28, 10:33
"Das ist ja der blanke Horror!", rief Miss Isidora Steingfrast außer sich. In ihrem Bette lag jemand, der haargenau so aussah wie sie.
Nun lässt zwar ihr Entsetzen leider keinerlei Rückschlüsse zu auf den es auslösenden Unbekannten - sehr wohl aber auf ihre Meinung über sich selbst.
Mark Sarg
Am diesjährigen Totensonntag gab es wieder die morbiden Miniaturen von Mark Sarg zu lesen. Letztes Jahr hatte ich sie doch sehr
vermisst, aber nun kann man erneut
tödliches Vergnügen wünschen.
C. Araxe - 2006.11.27, 08:58
Der letzte Häuptling sprach: "Ich weiß, wer ich bin, weil ich weiß, woher ich komme und was ich bin." Die Gewissheit über diese Identität hat man nur nicht automatisch, schon gar nicht, wenn alle Wurzeln gekappt wurden. Außerhalb von allem beginnt die Suche, wie sie schon die mythischen Helden auf sich genommen haben, die sich allerdings freiwillig ins Exil begeben haben. "Für manche beginnt das Abenteuer nie. Sie bleiben zurück, weil es großen Mut braucht, das Leben zu verlassen, das uns andere vorgeschrieben haben. Für andere dagegen wird das Abenteuer nie zu Ende gehen. Und wieder andere haben gar nicht die Wahl, seinen Ruf anzunehmen oder nicht, da das Exil ihre Heimat ist.
Hier findet das Abenteuer seinen Helden: draußen im Dunkeln, in einer Region, entlegener als jeder auf Karten verzeichnete Himmel. Die Konformität öffnet ihre Tore, und der Held ist auf dem Weg zu einem Horizont, wo das Licht in der Dunkelheit stirbt. Doch der Held fürchtet die Dunkelheit nicht. Wahrhaft schrecklich ist die Erkenntnis, dass er alleine auf die Suche geht. Keine Gruppe, keine Familie oder Gemeinschaft kann für uns auf diese Suche gehen, denn niemand kann uns eine Identität geben. Identität muss in der Dunkelheit, die in uns selbst liegt, von uns selbst erfunden werden. Für Außenseiter gibt es keine Grenzen, nur die unbegrenzte Welt der Möglichkeit. Die Entfremdung treibt uns aus der sicheren Geborgenheit unserer Gemeinschaft hinaus. Doch können wir im Exil eine eigene Sicherheit in uns selbst entdecken. Wir haben die Wahl, uns selbst zu erschaffen oder zu zerstören." schrieb ein anderer Indianer, Jamake Highwater.
C. Araxe - 2006.11.23, 11:09