Unser täglich Monster gib uns heute!
Hach, da bekommt man doch wieder Lust zum Malen ...
Via Frau Jette.
Edit: So, nicht lange herumreden, sondern machen!
„If you’re sad, and like beer, I’m your lady.” Dieser Ausspruch der Bierbaronin Lady Port-Huntley (Isabella Rossellini) aus dem kanadischen Winnipeg im Jahre 1933 zur Zeiten der Weltwirtschaftskrise und der Prohibition im benachbarten Amerika ruft unweigerlich Wilhelm Buschs „Fromme Helene” in Erinnerung - „Wer Sorgen hat, hat auch Likör”. Oder auch Kneipen auf St. Pauli, die sich „Sorgenbrecher” nennen. Aber erst einmal geht es ums knallharte Geschäft. Denn bei Ausrufung eines Wettbewerbs um die traurigste Musik der Welt steht dies bei Lady Port-Huntley zunächst im Vordergrund und die Siegerprämie von 25000 Dollar soll den Umsatz im eisigen Winnipeg, das zum vierten Mal zum traurigsten Ort der Welt gekürt wurde, gehörig ankurbeln. Denn diese Prämie ist es, die Musiker aus aller Welt nebst Zuschauern anlockt und nicht der Hauptpreis: eine Krone aus gefrorenen Tränen. Sauftourimus par excellence. Und so fließt das Bier in Strömen in den Kehlen des Publikums, die Vorrundensieger baden darin und dann sprudelt es auch in den gläsernen Beinprothesen der Bierbaronin. Aus jedem Elend in der Welt lässt sich immer noch gewinnbringende Unterhaltung machen. „Sadness is just happiness turned on its ass. It's all showbiz.”, sagt dann auch der amerikanische Wettbewerbsteilnehmer Chester Kent, der allerdings auf tragische Weise mit Lady Port-Huntley verbunden ist. Ebenso wie sein Vater und sein Bruder und dessen Frau, die wiederum ... mit anderen Worten - es gibt auch in diesem Film von Guy Maddin wieder reichlich wirre Beziehungsverstrickungen und eine ebenso optisch reizvolle Bilderwelt nebst bizarren Einfällen. Brüllend komisch (oder bitterböse - je nach dem, was man so unter Humor versteht) in Szene gesetzt, aber auch ebenso todtraurig von tiefem Schmerz und echten Verlusten erzählend im Gegensatz zu der inszenierten Traurigkeit. Sehr viel für anspruchsvolle Augen (die der aufpolierten Hollywood-Blockbuster mehr als überdrüssig sind). Sehr viel, um mitten ins Herz zu treffen (nicht nur die Glassplitter, die ein Herz im Film durchbohren, das zuvor in Tränen eingelegt war - auch das der Zuschauer). Und auch sehr viel, um sich auch noch länger im Nachhinein damit zu beschäftigen.
(Kinostart war der 7.12.2006, hier lief der Film passend um Weihnachten herum. Schön, dass es so ein Film überhaupt geschafft hat, regulär ins Kino zu kommen, wenn auch nur für sehr kurze Zeit.)
Na bitte! Klappt doch.
Man muss sich nur ganz doll etwas wünschen und vor allem an diesen Wunsch glauben. Dann erfüllt er sich auch.
Manchmal etwas anders als erwartet. Aber nun ja, wer will da kleinlich sein.
In diesem Sinne wünsche ich allen ein paar schöne Tage, an denen sich der eine oder andere Wunsch erfüllen mag.
Kurz, kürzer die Tage. Den Geruch des Blutes der immergrünen Bäume nun auch daheim. Alles deutet auf diese Zeit am Ende und fühlt sich doch an wie Niemandszeit.
Ach, ich möchte doch nur eines.
Nichts.
Stille und Stillstand genießen.
Es geht.
Auch wieder weiter.
Dinge, an die ich ansonsten nicht so oft denke, die aber heute durch Frau Jette in Erinnerung gerufen wurden.
... oder auch einen langen.
Von Mitarbeitern wird erwartet, dass sie mitdenken. Warum eigentlich nicht auch von Kunden? Zumal man zuvor auch noch darauf hingewiesen hat, dass gewisse Dinge besser noch einmal überdacht werden sollten.
*grrr*
Ja, arbeiten für den Mülleimer macht Spaß. Vor allem, wenn man das spät abends macht.