Alien
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Montag, 22. Januar 2007

Es muss nicht immer Blut sein

„Und da muss jetzt noch Blut herauskommen.”, meint das kleine Monster als es meine Bastelarbeiten, die derzeit in Arbeit sind, begutachtet. „Ähm, nö. Ganz und gar nicht!”, entgegne ich.

Samstag, 20. Januar 2007

Save me

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No ones save me. But i can save myself. The only option for me. And i use this.

Verschlingender Morast - Morast verschlingen

Der Boden gibt nach und schmatzt gierig unter den Fußsohlen. Schlamm quillt zwischen den Zehen hervor. Bis zu den Knöcheln, knietief und weiter und weiter. Ein langsames Hinabgleiten auf des Moores Grunde bis nur noch träge glucksende Schwärze ringsherum ist. Dort im Dunkel ruhen bis die Feuchtigkeit weicht, um dann mit dem nährenden Humus zu wachsen. Ein Absinken und wieder Aufsteigen.
Immer und immer wieder ...

Donnerstag, 18. Januar 2007

Allerneuste Erkenntnisse in der Genetik

Nach langjährigen Forschungen kann ich nun mit Sicherheit davon ausgehen, dass ich ein neues Gen entdeckt habe. Die Mehrheit der Menschen wird entsetzt aufstöhnen, dass es nun Gewissheit darüber gibt, dass diese Geißel der Menschheit nicht aussterben wird, da es immer wieder neue Generationen geben wird, die dieses Gen in sich tragen. Ja, es kann schon eine wahre Plage sein, mich stört es allerdings so gut wie nie. Mir bleibt allerdings kaum etwas anderes übrig, bin ich doch selbst mit diesem Gen behaftet. Und das kleine Monster ebenfalls. Daher auch meine tiefe Überzeugung, dass es sich um eine erblich bedingte Weitergabe von Verhaltensmerkmalen handelt. Denn immer wieder tauchen beim kleinen Monster Verhaltensweisen auf, die die Existenz dieses Gens deutlich erkennen lassen. Nachfolgend das jüngste Beispiel aus der Schule. Das kleine Monster wird aufgefordert, eine Rätselfrage zu formulieren. „Haben Rosen Dornen?”, fragt es. „Das ist doch viel zu einfach!”, antwortet abwertend die Lehrerin. „Wie ist denn die Antwort?”, erwidert das kleine Monster. „Natürlich ja!”, sagt überzeugt die Lehrerin. „Das ist aber falsch.”, korrigiert das kleine Monster - sicher mit einem Grinsen im Gesicht, „Rosen haben keine Dornen, sondern Stacheln!”

Falls Sie noch immer keine Ahnung haben, um welches Gen es sich handelt, so kann ich es hier auch noch mal in aller Deutlichkeit sagen: das Klugscheißer-Gen.

Mittwoch, 17. Januar 2007

Charts

Eigentlich finde ich die überflüssig, denn Besucher- und Kommentaranzahl sind für mich nicht aussagefähig, was die Qualität von Blogs und Blogbeiträgen betrifft (das Gruselkabinett eingeschlossen).

Dienstag, 16. Januar 2007

Unmotiviert

Auch nur ein Wort: Sonne. Mag sein, dass es sie wirklich gibt, aber grau ist alle Theorie. Grau wie der Himmel. Grau wie das alltägliche Einerlei. Grau wie die Arbeit zurzeit.
Hilft nur noch eines.

Montag, 15. Januar 2007

Web2.0-geschädigt

Wenn man bei einem Online-Zeitungsartikel die Kommentarfunktion sucht.

Freitag, 12. Januar 2007

Nur der Regen

... sich her zu mir bewegt

Nur der Regen sich her zu mir bewegt,
Der Regen, der stumpf auf das Fensterbrett schlägt.
Nur die Kerze am Bett mir ihr Licht hinhält,
Sonst Einsamkeit im Ohr mir bellt.

Sonst sitzt nur Dunkel an meiner Tür,
Und der Regen, den ich als Herzklopfen spür',
Der Regen, der Tropfen um Tropfen zerschellt,
Als renn' er den Kopf sich ein an der Welt.

Der Regen, den ich wie Herzjagen spür',
Überschwemmt, und die Welt bleibt mir trotzdem dürr,
Ich starre die lautlose Lichtflamme an,
Die an der Kerze hartnäckig zehren kann.

Und die Kerze und ich, wir verstehen uns still:
Es verzehrt mich mein Blut, das sich totsehnen will.
Meine Sehnsucht muß sich ins Bett mit mir legen,
Sie nagt wie die Flamm' und ist verrannt wie der Regen.

Max Dauthendey: Der weiße Schlaf - Lieder der langen Nächte

Donnerstag, 11. Januar 2007

Zappenduster

In Kellern ist es dunkel. Im Keller des Gruselkabinetts ist es sehr, sehr dunkel. Manchen mag es verwundern, aber das ist erst seit kurzem so. Bei mir macht sich nun etwas Paranoia breit. Denn anders, als dass mein Vermieter bestens über mich Bescheid weiß, kann ich mir nicht erklären, dass ich nun kein Licht mehr im Keller habe. Ja, sicher - das passt schon, aber unpraktisch ist es doch etwas.

Mittwoch, 10. Januar 2007

Horrorvorstellung

„For a mother you have quite an active imagination.”, schrieb mir jemand. Ja ist es denn so, dass die meisten Mütter phantasielos sind? Das wäre mehr als traurig ...

Montag, 8. Januar 2007

Der Tod ist ein Meister aus Glas

Und es bedarf einer Meisterin, um solche Glasperlen herzustellen (ausgenommen der letzten - das ist mein bescheidener Erstversuch). An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal für diese verkopfte Ansammlung von Freund Hein und Freundeskreis bei Frau Vienna-beads bedanken.

Ein Aas

Denkst du daran, mein Lieb, was jenen Wintermorgen
Wir sahn im Laternenschein?
Es war ein schändlich Aas, am Wegrand kaum geborgen
Auf Sand und Kieselstein.

(frei nach Baudelaire)


Immer noch liegt die Leiche da. Vor ein paar Tagen schon hatte ich sie aus dem Gruselkabinett entfernt. Es war dringend notwendig gewesen. Nur allein deswegen, weil die Katzen sich andauernd daran zu schaffen machten, aber auch so kann man nicht ewig so ein Teil in der Wohnung aufbewahren. Ich hatte allerdings nicht daran gedacht, dass der Kadaver vor der Haustür nicht sofort entfernt wird und ich ihn so immer wieder sehen muss. Und auch das kleine Monster. Beim Anblick des Leichnams wurde es heute Morgen, während es noch dunkel war, richtig sentimental und fragte mich, ob wir nicht zum Andenken einen Zweig vom Weihnachtsbaum behalten könnten.

Samstag, 6. Januar 2007

Gute Nacht, Nacht!

Langsam heißt es Abschied nehmen vom nächtlichen Dasein. Der Urlaub neigt sich dem Ende und auch das kleine Monster kehrt wieder von seinem großelterlichen Aufenthalt heim.
Wie habe ich sie genossen, die stillen Stunden, die nur mir und dir, Nacht, gehörten. Schweigend hörte ich der Stille zu. Tief saugte ich die Dunkelheit auf. Eine Ruhe, wie ich sie nun länger nicht mehr haben werde, breitete sich fühlbar aus. Lebe wohl, Nacht. Du wirst auch ohne mich zurechtkommen. Ganz sicher.
Zum Trost sei dir gesagt, dass ich dich in meinen Träumen besuchen werde.

Freitag, 5. Januar 2007

Heimatkunde

In etwa vergleichbar mit dem Sachunterricht war dies ein Unterrichtsfach in der Unterstufe an DDR-Schulen. Mein Heft aus der 2. Klasse dieser „Kunde von der sozialistischen Heimat” habe ich gerade wiederentdeckt. Die üblichen Phrasen durften natürlich gleich zuoberst auf der ersten Seite nicht fehlen. Nicht für die Schule und schon gar nicht für’s (eigene) Leben wurde gelernt, sondern für den Staat. Erstaunlicherweise hatte ich damals doch eine recht saubere Schrift - im Gegensatz zu heute. Weniger erstaunlich ist der Vorschlag mit dem Wandertag (jeder, der schon mal mit mir unterwegs war, wird wissen, was gemeint ist).
Bei der Beschreibung eines Bahnhofs hat sich auch nicht allzu viel geändert. Statt Mitropa müsste man nur McDoof schreiben. Sehr schön finde ich die alten Fahrkarten aus dicker Pappe (ja, die sind echt).
Zu subversiven Themen fühlte ich mich damals schon hingezogen, wie man unschwer erkennen kann. Voller Hingabe malte ich diesen Schädling der produktiven Landwirtschaft.

Das Heft ist außen ganz vergilbt und fällt fast auseinander. Kein Wunder, bei dem Alter. Wenn ich es durchblättere, kommt es mir allerdings gar nicht so vor, dass es schon so lange her ist. Aber wenn ich daran denke, dass inzwischen das kleine Monster die 2. Klasse besucht, dann komme ich mir doch etwas alt vor.