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Samstag, 16. September 2017

Black Hollow Cage

Spanien 2017
Regie: Sadrac González-Perellón
Darsteller: Will Hudson, Daniel M. Jacobs, Haydée Lysander, Lowena McDonell, Julian Nicholson, Marc Puiggener, Lucy Tillett

Das Mädchen Alice lebt zusammen mit ihrem Vater sehr zurückgezogen in einem etwas futuristisch anmutendem Designerhaus mitten im Wald. Ihr fehlt ein Arm und die Mutter. Für ersteren hat sie als Ersatz eine bionische Armprothese, für zweiteres einen Hund, der Mama heißt und mit dem sie sich via elektronischem Übersetzungsgerät unterhalten kann. Das Verhältnis zu ihrem Vater ist nicht das beste und man merkt auch, dass sie mitten in der Pubertät steckt. Als sie im Wald einen schwarzen Würfel findet, breiten sich die mysteriösen Züge zunehmend aus, ohne dass der Film von seiner sehr(!) ruhigen und realistisch wirkenden Erzählweise abweicht, auch wenn die Realität auf verwirrende Weise durcheinander gerät. Nicht nur Alice erhält kryptisch wirkende Botschaften, sondern gleichfalls der Zuschauer. Traumatische Erlebnisse werden hier auf phantasievolle Weise verarbeitet. Eine extravagante Mischung zwischen kaltem und ruhigen Schrecken, die sehr künstlerisch mitunter auch künstlich wirkend daherkommt.

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My Friend Dahmer

USA 2017
Regie: Marc Meyers
Darsteller: Anne Heche, Vincent Kartheiser, Ross Lynch, Tommy Nelson, Miles Robbins, Dallas Roberts, Alex Wolff

Jeffrey Dahmer, einer der bekanntesten Serienmördern des 20. Jahrhunderts, betonte nach seiner Verhaftung mehrfach, dass er die alleinige Verantwortung für seine Taten trage und weder seine Eltern noch die Gesellschaft eine Mitschuld treffe. Aber ist das wirklich so? Hat das Umfeld wirklich keinen Einfluss gehabt? Wie wird jemand überhaupt zum Serienmörder? Ein Mitschüler und Freund Dahmers, Derf Backderf, zeichnete und schrieb eine Graphic Novel über ihre gemeinsame Zeit an der Highschool. In einzelnen Episoden werden Erlebnisse verarbeitet, die im Nachhinein erahnen lassen, wie aus Jeffrey Dahmer ein Serienmörder werden konnte. Die Verfilmung des vielfach gelobten Comics (muss ich unbedingt noch lesen) spart wohl ziemlich viel aus und lässt vor allem die perspektivische Erzählweise des Autors weg. Die Darsteller agieren meist farblos und manchmal schon fast übertrieben. Dramaturgisch ist der Film auch sehr schwach umgesetzt, so dass er aus filmischer Sicht nicht viel zu bieten hat. Interessant ist er dennoch, wenn man neugierig auf den Werdegang von Serienmördern ist und zu ergründen versucht, wo die Ursachen liegen. Ist es etwa schon verdächtig, wenn man sagt, dass man Knochen mag?

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