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Mittwoch, 22. Februar 2006

Bitte mehr Vogelgrippe!

Präziser: Mehr Panik vor der Vogelgrippe. Aber das ist wahrscheinlich nur wieder der Stoff, aus dem reißerische Schlagzeilen gemacht werden und die WM wird - egal, was da kommt - nie und nimmer abgesagt werden.
Ich habe es noch nie verstanden, worin der Sinn besteht, sich für Fußball, oder auch Sport im Allgemeinen, zu interessieren. Aber egal, war bisher meine Devise, soll sich doch jeder für das interessieren, was er mag. Diese Toleranz, nahe der Gleichgültigkeit, hört allerdings auf, wenn ich direkt davon betroffen bin. Man sollte ja meinen, dass man viele Menschen gewohnt wäre, wenn man in einer Großstadt lebt, aber so ein Großereignis ist doch wieder etwas vollkommen anderes und ich sehe mit Grauen der WM entgegen. Von daher fordere ich ganz egoistisch: Mehr Panik bitte!

Dienstag, 21. Februar 2006

Das macht man nicht

Ja, ich weiß, mit Essen spielt man nicht. Aber es macht sooo einen Spaß, das kleine Monster durch das Gruselkabinett zu jagen, mit einem ehemals getrockneten Pilz (black fungus with white back) in der Hand, den man zum Leben erweckt hat und dabei laut zu rufen: "Huh, hier kommt ein Schleimmonster!"

Montag, 20. Februar 2006

Heilige acht Beine

Ein arachnophiler Beitrag

Mit Bedauern habe ich hier wieder mal feststellen müssen, dass den Arachniden (Spinnentieren, zu denen neben den Spinnen auch die Skorpione zählen) nicht die gebührende Achtung entgegengebracht wird, welche angemessen wäre.

Der Skorpion wurde zwar schon immer gefürchtet (zu Recht *g*), war aber auch Attribut von Gottheiten, z.B. Nina bei den Sumerern oder Selket bei den Ägyptern, denn ohne Tod kein Leben. Eine süße Verbindung gibt es bei den Mayas. Der schwarze Gott Ekchuah war nicht nur ein Kriegsgott, der oftmals mit einem Skorpionschwanz dargestellt wurde, sondern vor allem der Gott des Kakaos - ich kann mich auch nicht entsinnen, einen Skorpion zu kennen, der nicht Schokoholiker ist.

Die Spinne war in vielen Kulturen ein Sinnbild des Schicksals (meist als Göttinnen-Trio). Sie spinnt die Lebensfäden und bringt das Gewebe hervor, das alles Leben vereint. Heutzutage glaubt kaum noch jemand an ein Leben, das schicksalsgebunden ist, nichtsdestotrotz wird sich allzu oft in den Lebensfäden verhäddert. Manchmal sollte man vielleicht doch etwas auf diese feinen Fäden achten, vor allem auf ihre Schwingungen. Und wer einmal Spinnen bei ihrem filigranen Werk beobachtet hat, der weiß, dass diese Fäden durchaus zerreißen, aber auch immer wieder neu geknüpft werden können.

Es ist nun natürlich naheliegend, nach der Ehrerbietung, denen ich diesen Wesen entgegenbringe, dass sich jene auch in physischer Form im Gruselkabinett manifestiert:

Nebo omanensis Eurypelma spinicrus

Neben den mythologischen Aspekten finde ich auch eine anthropologische Herangehensweise bei Tierbeobachtungen interessant. Tiere sind schließlich auch nur Menschen. Empfehlenswert für eine informative als auch höchst unterhaltsame Lektüre wären beispielsweise hierzu "Der Skorpion von Sérignan" von Jean-Henri Fabre oder "Die rote Sanduhr" von Gordon Grice (beide Bücher sind nur noch antiquarisch erhältlich).

Samstag, 18. Februar 2006

Traumhochzeit

Die "Königin der Skorpione" hat geheiratet.
Und zwar so richtig romantisch. Hach ...

Hm, weilt unter den Lesern zufällig ein Tausendfüßler-Liebhaber?

Gefrierpunkt

So lautet der Name einer Wochenbeilage (chin. Bingdian), die der chinesischen Zensur zum Opfer gefallen ist. Nicht besonders spektakulär denkt man, horcht dann aber doch auf, wenn der Chefreadkteur Li Datong gegen die eigene Partei klagt. Noch mehr die Ohren spitzen sollte man allerdings, wenn man mitbekommt, wer bereitwillig mit der chinesischen Zensur zusammenarbeitet.

Bloggerprobleme

Da rennt man fast den ganzen Tag mit brennenden Augen durch die Gegend, wundert sich nicht weiter darüber, da man zeitgleich auch unsagbar müde ist und denkt an Situationen, bei denen kein Kaffee mehr hilft. Abends schaut man in den Spiegel und zurück starrt ein rotäugiges Etwas, das Weiße des Augapfels nicht mehr erkennbar. Der nächste Gedanke wird nicht mehr dem blutunterlaufenden Sehorgan gewidmet, sondern dem absolut leeren Akku der Digitalknipse und der Frage, warum man es immer noch nicht geschafft hat, sich wenigstens einen Ersatzakku zuzulegen. Und wie nicht anders zu erwarten, erfüllen sich die Befürchtungen am nächsten Tag: Makellos weiß, ohne ein Brennen, schauen einem die Augen entgegen.

Freitag, 17. Februar 2006

Herbstliche Zeiten

Alles schwindet. Den Blicken wird die Weitsicht verwehrt. Nebel all überall. Das Laub riecht fauliger denn je. Die Zweige tragen Tropfen Tränen gleich. Aber die Vögel singen. Noch.

Donnerstag, 16. Februar 2006

Tut gar nicht weh

Zu einem erneuten Zahnarzttermin nahm das kleine Monster einen Freund mit, der dringend einer Behandlung bedurfte, aber zuletzt an einen Zahnarzt geraten war, der mit Kindern nicht so gut umgehen konnte. "Brauchst keine Angst haben. So schlimm ist das nicht." Und das kleine Monster erzählte von seinem letzten Erlebnis. "Da wurde sogar der Kiefer aufgebohrt, aber das hat gar nicht so wehgetan."

Mit dieser Einstellung ("ein Indianer kennt keinen Schmerz") bin ich ebenfalls groß geworden. Immer Stärke zeigen. Denn wenn man einmal Schwäche gezeigt hat, wurde dies gnadenlos ausgenutzt. Und so wuchs der Panzer. Immer wieder mal wurden doch die Weichteile bloßgelegt, was wiederum erneute Verletzungen nach sich zog. Es blieb bei der Härte gegenüber sich selbst. Nur manchmal kommt der Wunsch auf, all die Schmerzen herauszulassen. Ich habe es nie gelernt.

Mittwoch, 15. Februar 2006

Sicherer Müll

Edit: Noch ein paar erläuternde Worte. In einer Großstadt wird sicher nach einem längeren Streik der Müllabfuhr jeder Platz für Müll hart umkämpft sein.

Dienstag, 14. Februar 2006

Endlich! (ein indiskreter Beitrag)

Ja, nun war die Post da und ich halte das süße Care-Paket in den Händen. Es wird natürlich sofort gierig aufgerissen, aber was ist das? Der vielfache Vermerk, dass Schokolade Spuren von Erdnüssen enthalten kann, ist mir nicht unbekannt. Schweizer Schokolade hatte ich allerdings bisher immer für höherqualitativ eingestuft. Und nun? Von Spuren zu reden, ist noch stark untertrieben ...

Die Verwunderung über den Inhalt ging weiter. Statt der erhofften und dringend benötigten Süßigkeiten war ich nun im Besitz eines Schweizer Passes. Spätestens seit dem Film "Die Schweizermacher" weiß ich, dass dieser sehr schwer erhältlich ist, aber kann ein Schokoladenjunkie so etwas wirklich würdigen? Fieberhaft wird nur daran gedacht, wo es eine Tauschmöglichkeit gibt. Aber dann erkenne ich das geheime Versteck. Wahrscheinlich um den Zoll zu umgehen, wurde sehr trickreich im Innern des Passes die Schokolade eingeschmuggelt. Sehr clever, muss ich schon sagen.

Und noch mehr Einblicke enthielt das Päckchen. Nach dem beigelegten Bild vom letzten Auto verstehe ich, warum manche Leute kein Auto mehr haben wollen. Und ja, nach den bisherigen Fotos hatte ich mir die neue Wohnung auch anders vorgestellt.

Aber eines muss nun gesagt werden: Vielen Dank!!!

Hinterhältige Valentinstaggedanken

Ach, ja ...
Wenn man frühmorgens vom herzallerliebsten Sohn Kaffee zubereitet bekommt, dieser ans Bett serviert wird und man anschließend gefragt wird, ob man nun an den Rechner dürfe.

Montag, 13. Februar 2006

Ungeduld

Menno, heute kommt sie nicht mehr. Die Post mit der erwarteten Sendung. Ich kann doch so schlecht warten.

Sonntag, 12. Februar 2006

Lunalaunenlos

Vollmond - und ich heule nicht mit. So rein gar keine Lust, auf Beutezug zu gehen. Mir scheint, wir schreiben das Jahr 2018.

Samstag, 11. Februar 2006

Sie sagte

Sie sagte, der Fluss tritt über die Ufer
Sie sagte, der Himmel grenzt an mein Reich
Sie trug einen purpurnen Mantel
und sagte ihre Worte so weich

Sie sagte, das Licht bricht in Scherben
Sie sagte, die Spiegel sind blind
Sie trug einen reinweißen Schleier
und tanzte mit ihm durch den Wind

Sie sagte, was jetzt kommt und später
Sie sagte, ich tu dir nicht weh
Sie trug eine Kette mit Kreuzen
man fand sie tags drauf tot im Schnee

Die Art

Freitag, 10. Februar 2006

Autismus

Eben schellte gerade die Klingel vom Gruselkabinett. Ich bleibe ohne eine Regung sitzen. Was kann ich dafür, dass die Klingel keinen Anrufbeantworter besitzt? Ich habe niemanden erwartet.

Metrosexualität

Dem offenen Zeigen der femininen Seiten von Männern kann ich ja durchaus etwas abgewinnen. Was aber überhaupt nicht geht, ist das zunehmende Permanent-Make up in Männergesichtern. Bei Frauen übrigens auch nicht.

Die Zärtlichkeit der Steine

Kellersprüche

L i c h t   a u s !

T ü r   z u !