Donnerstag, 9. Februar 2006
Tanzende Mädchen
"Ein Gefühl geisterhaften Tanzes ergreift uns vor diesen Werken, welchen die Schönheit fieberhafter Bewegung entströmt, und was sich uns aufdrängt, ist die freie Verbindung von Wesen und Umwelt, mit welcher der Mensch Eins wird, indem er ihre Reichtümer entdeckt."
Georges Bataille: Die Höhlenbilder von Lascaux
Eine Zeit lang ergriff das kleine Monster den schweren Bildband "Höhlenmalerei" von Emmanuel Anati und schleppte (Gewicht immerhin über 3 Kg) ihn allmorgendlich zum Bett, damit wir ihn uns zusammen ansehen können (jaja, nicht nur Zeitungen). Die Faszination, die von der kraftvollen Einfachheit, die doch sehr komplex ist, dieser Bilder ausgeht, hatte ebenso wie bei mir schon im Kindesalter ihre Wirkung entfaltet. Der oben erwähnte Wälzer bietet eine große Übersicht aus allen Teilen der Erde. Besonders angetan war das kleine Monster von den nachfolgend abgebildeten tanzenden Mädchen, einer Felsgravierung aus Algerien.

Edit: Nein, Sie brauchen/sollen nicht raten. Schauen Sie sich lieber die von Herrn Schreibmaschinisten angelegte Linksammlung an.
Mittwoch, 8. Februar 2006
Der Traum vom Fliegen
Dringendst empfohlen: Wieder fliegen!
Das Grauen! Das Grauen!
Joseph Conrad: Herz der Finsternis
Oft ist es nicht einfach, zwischen Täter und Opfer zu unterscheiden. Manchmal ist es auch gar nicht möglich.
Dienstag, 7. Februar 2006
Schulverbot
Jetzt hat das kleine Monster in sein Schulheft geschrieben, dass ich im Bett Zeitung lese. Aber wer weiß, was es morgen schreiben wird?
Montag, 6. Februar 2006
Fäulnisgeruch
Via Monstropolis.
Samstag, 4. Februar 2006
Deplatziert:

(Bildnachweis)
Aus aktuellem Anlass möchte ich an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass Stöckchen im Gruselkabinett nichts (mehr) zu suchen haben. Und das meine ich auch so. Ganz ohne eigentlich, nun ja, eventuell doch. Ich bitte, dies nicht persönlich zu nehmen. Es kann auch jederzeit so nachgefragt werden, wenn die Neugier zu sehr zwackt.
Vielen Dank für Ihre Kenntnisnahme!
Donnerstag, 2. Februar 2006
Exklusives Sonderangebot
Denken an Antonin Artaud
Der Losverkäufer
Montag, 30. Januar 2006
Schwere Infektion
Spuren in der Kälte
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Nun nehme ich immer noch mit Erstaunen wahr, dass hier der Winter Einzug gehalten hat. Schnee, Eis, Kälte. Trotzdem ist nicht alles Leben erstarrt. Spuren werden hinterlassen, aber nur flüchtig und auf der Oberfläche. Das bedauere ich nicht, sondern genieße die Kälte - keine Gefahr, sich zu verbrennen.
Irgendwann wird dieser Winter zu Ende sein. Auch in mir.
Was sie brauchen, ist Fleisch!
Für Liebhaber von Schnecken und geschmackvollen Geschichten gibt es diese nun hier zu lesen.
Freitag, 27. Januar 2006
Twoday-Knigge 2
Muss man heute einen Mozart-Beitrag schreiben?
Besessen
Auch in das kleine Monster ist einmal ein Dämon gefahren. Es war in dem typischen Alter, in dem solche Fälle auftreten: ca. 4 Jahre. Ich habe glücklicherweise die passenden Gegenmittel im Hause, so dass der Schreck schnell wieder vorbei war. Zuvor habe ich allerdings noch Beweismaterial gesichert. Und hier sehen Sie nun diese historische Aufnahme, welche inzwischen in den Archiven des Vatikan lagert:
Donnerstag, 26. Januar 2006
Kuratorische Ambitionen
Mittwoch, 25. Januar 2006
TV-Tipp: Dieses obskure Objekt der Begierde - heute Nacht 0:40 Uhr, ZDF
Frankreich/Spanien, 1977
Regie: Luis Buñuel
Darsteller: Fernando Rey, Carole Bouquet, Angela Molina,
André Weber, Julien Bertheau
Und wieder einmal Buñuel im Fernsehen. Auch in diesem - seinem letzten - Film (nach der Novelle "La Femme et le Pantin" von Pierre Louys) versteckt sich hinter der Geschichte einer vergeblichen Obsession (alter, reicher Mann begehrt junge, arme Frau) Kritik an bürgerlicher Moral und Gesellschaft wie in vielen Filmen von Buñuel. Die Rolle der Hauptdarstellerin ist gleich zweifach besetzt, um einerseits den vielseitigen, sich oft widersprechenden Charakter von Conchita darzustellen, aber auch um zu zeigen, dass sie nur als Objekt von dem ihr verfallenen Mathieu wahrgenommen wird, welches letztendlich austauschbar ist. In Anbetracht der lächerlichen Arroganz des wohlhabenden Bourgeois Mathieu kann man die Grausamkeit von Conchita nur vordergründig gelten lassen und sie vielmehr als einen Akt von Notwehr verstehen.
Allerdings können die Waffen einer Frau gefährlich sein.
Ideendiebstahl unter Bloggern
Viele Themen in der Blogosphäre sind sehr monothematisch. Gibt es mal ein "Ereignis", schon schreibt jeder darüber. Kurzzeitig hatte ich überlegt, auch einen Beitrag über "Ich bin eine Klowand" zu veröffentlichen (man hätte z.B. die Klowände des Gruselkabinetts zeigen können), aber man muss ja nicht alles mitmachen. Reicht ja schon, dass es hier ebenfalls einen Beitrag zu den klimatischen Verhältnissen in letzter Zeit gab.
Nun ließ aber der Herr Baron verlauten, dass er überlegt der im gestrigen Beitrag erwähnten Formel [W+(D-d)] x TQM x NA einen Beitrag zu widmen. Also, was der kann, das kann ich auch, dachte ich mir.
Das Schicksal von ausgedienten Weihnachtsbäumen muss nämlich nicht immer so traurig enden. Meist landen die Bäume entweder im (Bio-)Müll oder sie werden als Brennholz benutzt. Dieses Schicksal deutete sich auch bei der Auktion des Herrn Baron ab, denn mal ehrlich: glaubt irgendjemand, dass dieses Angebot noch einmal als Weihnachtsbaum Verwendung findet? Es geht jedenfalls auch anders, man kann den Resten eines Weihnachtsbaumes ein würdevolleres Dasein ermöglichen.
Im Gruselkabinett gibt es hierzu einen Ehrenplatz:

Dienstag, 24. Januar 2006
Der unglücklichste Tag des Jahres
Die Kälte ist zwar nicht sehr angenehm, aber unglücklich war ich deswegen gestern noch lange nicht. Gerade für einen Montag verlief der Tag sehr angenehm. Keine Quengeleien, weder vom kleinen Monster, noch vom Chef oder sonst wem. Etwas erkältet bin ich momentan, aber das ist auch nicht weiter schlimm - ich bin ja schließlich kein Mann.
Also wenn das nun der unglücklichste Tag gewesen sein soll, dann kann dieses Jahr nur sehr, sehr gut werden.
Montag, 23. Januar 2006
Eisig
Gestern bin ich am und auf dem Wasser - hierbei soll es sich um die Elbe gehandelt haben, ich vermute aber eher, dass es der Ob, die Lena oder der Jenissej war - mehrere Kältetode gestorben. Die Sonne bemühte sich, aber der gute Wille reicht oft nicht aus. Und trotzdem war's sehr schön. Das anschließende langsame Auftauen bei einer heißen Schokolade konnte man so auch erst richtig genießen.
In eisigen Zeiten geht es nicht nur ums Überleben,
auch Erleben ist möglich.