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Dienstag, 26. Februar 2008

Von den Ohren, die den Berg nicht finden konnten

Viel hatte ich heute Abend geplant. Sehr viel. Einen Achttausender wollte ich besteigen. Nicht irgendeinen, sondern den „Schicksalsberg der Deutschen”, den Nanga Parbat. Einer der am schwierigsten zu besteigenden Berge der Erde. Mit meinen Ohren hätte ich ihn erklommen. Aber auch wenn ich sehen kann, so kann ich dennoch nicht hören.

Samstag, 23. Februar 2008

This Impulsion Gift

Ich werde nie mehr schlechte Laune haben und ich werde nie mehr frieren. So könnte man die Auswirkungen des gestrigen Auftritts der Sons and Daughters zusammenfassen.

Es ist ja nicht so einfach mit dem Hamburger Publikum. Meist ist es doch recht unterkühlt und wippt allenfalls mit dem Fuß etwas mit, wenn es um die Mehrheit geht. Die Sons and Daughters haben es gestern aber geschafft, das Molotow so zu rocken, dass da wirklich niemand mehr still herumstand. Ein großes Konzert der kleinen Leute! Klein, weil die Sängerin nur gerade so etwas größer als das kleine Monster ist und der Rest der Band auch nicht wesentlich größer. Hauptsache die Musik ist großartig. Und das ist sie – live erst recht.

Freitag, 22. Februar 2008

Zerstückelung sorgt für Desorientierung

Diese Woche gleicht einem zerteilten Regenwurm. Das hintere Ende ist nicht überlebensfähig, weil ihm das Gehirn fehlt.

Mittwoch, 20. Februar 2008

Radio-Tipp: Jakob von Gunten                             heute 20.00 Uhr, NDR Kultur

Eine Hörspielfassung von einem Roman, der zu den Lieblingsbüchern Kafkas zählte. Die traumhafte Zwischenwelt des Instituts Benjamenta, das sich zur Aufgabe gemacht hat, seine Zöglinge zu perfekten Dienern auszubilden, die voller Geduld und Gehorsam sind, ohne eigene Wünsche und Gedanken, wodurch sie auch aller Verantwortung enthoben sind, die das eigene Handeln betrifft. Dies führt bis zur Selbstaufgabe, bis zur reinen Entpersönlichung.
Durch diesen rigorosen Verzicht wird man allerdings auch vor Enttäuschungen bewahrt.
Was wie eine unwirkliche, surreal anmutende Welt erscheint, ist indes der Realität sehr nahe. Heutzutage (das Buch wurde 1909 veröffentlicht) mehr denn je. Aber das ist nur eine Sichtweise, die dieser vielschichtige Roman zulässt.

Nun gibt es neben dem von mir sehr geschätzten Roman und der ebenso geschätzten Verfilmung, „Institut Benjamenta, or This Dream People Call Human Life” der Gebrüder Quay, also auch ein Hörspiel. Und ich bin mir schon im Voraus sicher, dass es mir ebenso gefallen wird, da die Hörspielbearbeitung und Regie von Kai Grehn und die Musik von Kai-Uwe Kohlschmidt (Sandow) stammt.

Einen Livestream gibt es hier.

Montag, 18. Februar 2008

Vermännlichung

Erkältungen habe ich auch schon mal leichter genommen.

Donnerstag, 14. Februar 2008

„Wie wär’s denn mit Sex?”

... fragte ich eben eine Kollegin, die mich daraufhin „etwas” irritiert anschaute.

„Also, die FSK6-Variante. Mit Blumen und Bienen.”, ergänzte ich meinen Vorschlag, der ihr bei der Suche nach einem Motiv für eine sich ergänzende Verbindung behilflich sein sollte.

Für den Blick hätte ich einen Fotoapparat bereithalten sollen ...

Mittwoch, 13. Februar 2008

Verpuppt

Montag, 11. Februar 2008

Unheimlich

Ja, das ist es, wenn man jetzt schon mit Sommerjacke draußen herumlaufen kann und das sogar fast zu warm ist.

Freitag, 8. Februar 2008

Worte, nichts als Worte

Simple Buchstaben aneinander gereiht. Ja, so könnte es sein. Wenn es da nicht diese Schwingung geben würde, die zum innersten Erbeben führt. Genau die richtigen Worte und als Junkie dieser Materie findet man Befriedigung. Kurzfristig, denn dann erfolgt die Leere. Worte, die nur Schall und Rauch sind und nichts bezwecken, als diese Leere zu übertönen. Leben? Es ist nur ein Vorgaukeln der Möglichkeiten. In Worten. So süß, so betörend. Aber es sind nur Worte. Leben ist jenseits der Worte.

All das, was ich nicht getan habe

Und auch nie mehr tun werde.

Je jünger man ist, um so mehr ist man davon überzeugt, dass einem endlos Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Man erkennt aber sehr schnell, dass man sich meist nur für eine Möglichkeit entscheiden kann. Einiges kann man zwar zu anderer Zeit nachholen, vieles aber nicht. Sei es nun, weil man zu bequem oder zu feige ist. Man meint, den richtigen Zeitpunkt verpasst zu haben oder weil es wirklich nicht mehr möglich ist. Diese Tendenz nimmt im Laufe der Jahre zu und mancher mag es bereuen, dies oder das nicht getan zu haben. Bis zu alles durchdringender Bitterkeit und tiefster Verzweiflung mag das führen. Aber eigentlich kann man oft auch sehr froh sein, dass man etwas nicht getan hat. Und auch nie mehr tun wird.

Donnerstag, 7. Februar 2008

U-Bahn fahren macht aggressiv

Ob man mit gebrochener Nase wohl immer noch im Sekundentakt den Schnodder hochziehen kann?

TV-Tipps: „Der Zauber des Surrealen – Luis Buñuel und die Folgen”

Nachdem ich vor kurzem ganz verpennt habe, auf die Sendung des Films „Tagebuch einer Kammerzofe” hinzuweisen*, folgt nun aber eine geballte Ladung Buñuel. Bei der 58. Berlinale gibt es eine Buñuel-Retrospektive und 3sat zeigt eine kleine Auswahl.

Besonders empfehlen möchte ich:

„Belle de Jour”
(Donnerstag, 7. Februar 2008, 21.00 Uhr)

„Der diskrete Charme der Bourgeoisie”
(Freitag, 8. Februar 2008, 22.40 Uhr)

„Das Gespenst der Freiheit”
(Donnerstag, 14. Februar 2008, 22.40 Uhr)

Den Klassiker, „Ein andalusischer Hund”, gibt es auch hier online zu sehen.

Edit: *Ah, stimmt ja gar nicht. Der Film läuft am Freitag, dem 8. Februar um 0.45 Uhr auf Arte (Wiederholung am Mittwoch, dem 13. Februar um
14.55 Uhr). Also noch mehr Buñuel!

Dienstag, 5. Februar 2008

Blut von den Händen waschen

Manchmal muss ich das tun, bevor ich zur Arbeit gehe.
Naja, zumindest heute. Weil ...

Sonntag, 3. Februar 2008

Bevor es anfing zu schneien ...



... und die Flocken über das Meer wirbelten und meine klammen Finger Unheil stifteten, schwammen Haie über mir hinweg. Immer in Bewegung – diese Ruhelosigkeit schien mir sehr vertraut. Und Neugier lernte ich kennen, die Welten überschritt. Aber wer unter Wasser fliegen kann, dem gehört auch die Luft. Mein Herz dagegen, es schlug drei Herzen entgegen. Sehr lange. Aber wie kann man es nur aushalten, dass einen etwas berührt, man selbst aber niemanden? Fast. Denn Seesterne kann man streicheln.