Alien
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Montag, 5. Januar 2009

Peng!

Der nicht unerwartete, trotzdem nicht minder unerwünschte Ruf des Weckers setzte der sich in zwei Wochen wohligen Dahintreibens gebildeten Zeitblase ein jähes Ende. Angenehm hatte man sich darin gefühlt – Entschleunigung hieß das Zauberwort, das sie gebildet hatte. Ihr hinterher zu trauern ist indess keine Zeit vorhanden, schon drängelt sich der Alltag ungeduldig in die Erinnerungen und macht sich breit wie unwillkommener Besuch. Auch wenn man es nicht wahrhaben möchte – er ist kein Gast, sondern wird wieder ein bleibender Mitbewohner sein. Seufzend akzeptiert man das, nimmt sich aber vor, anarchistische Strategien zu entwickeln und diese vor allem auch in die Tat umzusetzen, um der Gleichförmigkeit keine Chance zu geben.

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Verweile doch ...

... du bist so schön”, mag ich fast zu diesem Jahr sagen. Entgegengesetzt zum letzten Jahr entwickelte sich diesjährig gerade die zweite Hälfte überragend und überraschend positiv. Aber Stillstand bedeutet Tod – (fast) vorbei ist nur dieses Jahr. Allgemein sagt man, dass es nur besser werden könne, wenn etwas nicht gut läuft. Mit positiven Anspruchsdenken könnte man aber ebenfalls ganz einfach sagen, dass sich gut steigern lässt – in besser. Und das wünsche ich allen so oder so für:

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Montag, 29. Dezember 2008

Zwischen den Jahren

Zeit, um zumindest etwas zur Ruhe zu kommen. Zeit, um sich selbst zumindest etwas wieder zu finden. Keine Jahresbilanz – die hat noch Zeit, sondern unabhängig von der Zeit dieses einen Jahres um um sich und in sich zu blicken. Und wenn man dann den Kopf hebt und die Augen weit öffnet oder, besser noch, fest schließt, um besser zu sehen, dann kann man genau sehen, dass man sich teilweise kaum Millimeter von der Stelle bewegt hat, aber andererseits fremde Galaxien durchschritten hat. Seltsam ist das. Dieser lähmende Stillstand einerseits, den man oft genug hasst, der aber eben doch sehr vertraut ist. Und dann all das, bei dem man sich weiter bewegt hat, aber auch weiter entfernt hat. Weiter weg von dem, was einmal war. Das, was man selbst einmal war und nun ein Fremder ist, dem man begegnet, wenn man zurück schaut. Trotzdem weiß man – all das bin ich und es ist auch immer noch irgendwo in mir. Das Kind, das Huckleberry Finn sein wollte oder die Weltmeere mit einer Fünfmastbark erobern und so rein gar nichts für Puppen übrig hatte. Der Teeny, der sich nicht so recht zwischen Punk und Gothic entscheiden konnte und dann außerdem noch ab und zu ein ein offenes Ohr für Pop hatte, der auch noch in revolutionäre Zeiten schlitterte und mal eben so entdeckte, dass Wissen cool ist. Der Twen, der versuchte, sich in den gegebenen Umständen zu behaupten, ohne sich selbst zu verraten und sich entsprechend den abgelegensten Subkulturen zuwandte, um dann zu erkennen, dass man das Wunder des Lebens überhaupt in sich tragen kann. Die jetzige Dekade war dann die spießigste überhaupt, auch wenn sie anfangs mehr als turbulent zuging. Im Laufe der Jahre erkennt man dann doch immer mehr, was man will oder was man nicht will. Die Umsetzung von Erkenntnissen ist ja meist ein unterschätzter Punkt. Und ja, ich würde aus heutiger Sicht einiges anders machen. Aber eigentlich nur Sachen, die ich nicht gemacht habe. Drum gilt mehr denn je, einfach das zu machen, was man für richtig hält. Es kann natürlich nicht schaden, zu schauen, was man früher einmal wollte . Auch das hat seine Berechtigung. Und so werde ich wohl auf dem nächsten Hafengeburtstag eine Fünfmastbark kapern.

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Fürchterliche Weihnachten!



Oder was auch immer Sie sich wünschen bzw. was auch immer Sie daraus machen.

Freitag, 19. Dezember 2008

Die Tiefsee ist so fern von mir

Wenn es den Anschein gehabt haben sollte, dass ich abgetaucht bin, so ist dem nicht so. Das zukünftige Verschwinden der „Sonne” durch einen Neubau ist aber ein deutliches Zeichen dafür, dass ich nicht die Einzige bin, die an der Tiefsee interessiert ist. Nur weit, weit weg ist diese. Nah dran ist hingegen mein Urlaub. Sehr nah dran. Ich kann ihn schon riechen. Ausgenommen gut riecht er. Das ist auch nicht verwunderlich – wer so entspannt ist, gerät nicht so leicht ins Schwitzen. Etwas muss ich mich noch gedulden, dann werde ich mich in den Urlaub stürzen als sei’s die Tiefsee.

Samstag, 13. Dezember 2008

Glück kann man kaufen

... zumindest manchmal.

Als ich sie das erste Mal sah, habe ich mich sofort verliebt.
Auf der Stelle habe ich mich zwar nicht entschieden, aber es war mir gleich bewusst, dass es mir nicht reichen würde, sie nur für ein paar Augenblicke zu sehen. Käufliche Liebe – das kann doch keine wahre Liebe sein, so mag man denken. Man kann es allerdings auch einfach als Wertschätzung sehen, die entgegengebracht wird. Und so zog es mich nochmals hin, um eine Wahl zu treffen, so dass daheim meine Augen immer wieder aufs Neue beglückt werden.

Ein Satz war dem anderen gefolgt, ohne dass dieser den vorherigen kannte. Danach folgte ebenso ein Bild dem anderen in unbekannte Welten, in denen es Wale, alte Frauen, Hunde, Schachspiele, Eisenbahnen und vieles mehr gab. Diese Bilder von Katrin Graalmann – sie sind einfach bezaubernd. Aber nur ein Bild sollte auserwählt sein (ich glaube, ich muss mal Lotto spielen oder so, dann hätte man die Qual der Wahl verringern können). Einfach war es also nicht. Den Weg ins Gruselkabinett hat nun diese Radierung gefunden:



Und hier gibt es noch andere Bilderwelten von Katrin Graalmann zu entdecken.

Dienstag, 9. Dezember 2008

Nachtmahr vor Weihnachten

Vielen, vielen Monsterdank für das Nasenhaarsammelalbum an wird schon wissen, wer gemeint ist. :·)

Ein fünfundzwanzigstel Jahrhundert

Wenn ich mich manchmal in die weit entfernt gelegenen Winkel des Gruselkabinetts verirre, die Spinnenweben beiseite wische und den Staub wegpuste, dann bin ich ab und zu etwas darüber überrascht, was ich da so vorfinde. Vieles hat sich inzwischen geändert – mag es oft auch nur die Art und Weise der Betrachtung sein –, so kommt es einem oft doch so vor, als wäre inzwischen eine Ewigkeit vergangen. Dann wiederum scheint es mir, als wäre das höchstens ein paar Tage her. Das ist natürlich rein subjektiv empfunden, objektiv kann man das genauer bestimmen. Das virtuelle Gruselkabinett gibt es heute nämlich genau vier Jahre. Nicht ganz unschuldig sind daran die sich hierher trauenden Leser und Kommentatoren (das Binnen-I spare ich mir bei meiner Sozialisation). An dieser Stelle vielen Dank für Ihren Mut!

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Ave Dementia

Jeden Tag aufs Neue. Ob es wohl sehr langweilig ist, wenn man sein Gehirn nie benutzt?

Dienstag, 2. Dezember 2008

Lernerfolg

Zynisch gesehen könnte man sagen, dass die Ergebnisse der letzten PISA-Studie irrelevant sind und doch viel erlernt wurde. So ist man aber doch erst einmal ziemlich sprachlos, wenn man erfährt, dass Neunjährige mühelos Autos aufknacken.

Mittwoch, 26. November 2008

Wenn Bücherregale bloggen würden

... dann könnte das dem Gruselkabinett innewohnende folgendes verfasst haben:

Liebe, Tod und Teufel,
Bildspur des Wahnsinns,
Finsternis ...

Heroine des Grauens,
blass sei mein Gesicht,
Ästhetik des Todes.
Die Zerstörung
der europäischen Städte.
Stimme frisst Feuer –
die innere Erfahrung.

Die Nacktheit der Frau ist weiser
als die Lehre des Philosophen –
die andere Seite:
Nie wieder Höhenluft
und die Eselin sah den Engel.
Erbarmen mit den Frauen ...
harte Mädchen weinen nicht.

Das Glück der anderen,
als wir träumten.
Das Labyrinth der Einsamkeit –
es ist echt zu bitter.
Vertreibung aus dem Labyrinth:
das Leben eines Narren.

Idee via Frau Wortmeer.

Samstag, 22. November 2008

Charming³

„Ich hoffe, du magst Schokolade”, sagt der neue Untermieter und hält mir eine Tafel hin.

Freitag, 21. November 2008

Hin und weg

Da schmelzen sie hin, die ersten Flocken des sich etwas als Winter aufführenden Herbstes. Und allmählich ist alles weg, was man heute Morgen noch mit einem freudigen Lächeln im Gesicht bewunderte, als es zur Erde nieder tanzte. So, als ob man nie zuvor gesehen hätte, wie es ist, wenn es schneit. Die schönen Augenblicke vergehen nicht nur immer viel zu schnell, man vergisst sie leider oft auch viel zu schnell.