Montag, 29. April 2013
Freitag, 26. April 2013
Freitag, 12. April 2013
Wilde Jungs machen einen los

Mittwoch, 10. April 2013
Gefährdung des Kindeswohl
Franz Dula, Schweizerischer Lehrerverband, 1860
Freitag, 5. April 2013
Was einfach mal gesagt werden muss
Dienstag, 26. März 2013
Die lieben Kollegen, Teil 20
Sonntag, 24. März 2013
American Mary
Regie: Jen Soska, Sylvia Soska
Darsteller: Katharine Isabelle, Antonio Cupo, Clay St. Thomas, David Lovgren,
John Emmet Tracy, Paula Lindberg, Tristan Risk
Nach sehr langer Zeit habe ich mir mal wieder ein blutiges Häppchen von den Fantasy Filmfest Nights gegönnt. Ansonsten ist mir da meist zu viel 08/15-Horror vertreten. Bei diesem Film spritzt das Blut allerdings etwas abseits des Üblichen. Katharine Isabelle (bekannt aus den „Ginger Snaps”-Filmen) spielt sehr grandios eine angehende Chirurgin, die nach und nach in die Subkultur der Body Modification abtaucht. Anfangs braucht die Studentin einfach nur Geld, dass sie eigentlich als Stripperin verdien wollte, aber ehe sie sich versieht, wird daraus ein Job mit dem Skalpell in der Hand. Später wird sie eine der gefragtesten Chirurgen für spezielle Wünsche sein. Doch diesen Weg zu gehen, fällt ihr nicht unbedingt leicht, aber nach einem einschneidenden Erlebnis beendet sie ihr Studium und schnippelt nicht mehr an Truthähnen (siehe Bild) herum. Neben der überzeugenden Hauptdarstellerin weiß dieser Film vor allem durch seine ruhige, atmosphärische Inszenierung in düster-stylischem Look zu beeindrucken- Eine faszinierende Mischung aus Drama, Komödie, Horror, Female-Revenge-Thriller mit einer Prise David Lynch. Der Erstling der Soska-Schwestern „Deal Hocker in a Trunk” dürfte wohl nicht so sehenswert sein, aber die Twistet Twins Production sollte man von nun an unbedingt im Auge behalten.
Official Site
Trailer
Montag, 11. März 2013
Nicht der Weißheit letzter Schluss
Einmal um die Ecke vom RL-Gruselkabinett – mitten in der Stadt
Es nimmt und nimmt kein Ende. Schnee, Schnee und nochmals Schnee. Man kann sich schon bald nicht mehr vorstellen, dass es jemals aufhören wird zu schneien. Langsam komme ich mir vor wie in einem Film von Guy Maddin. Da gibt es auch oft sehr viel Schnee, wie z. B. in der Pseudo-Dokumentation / Filmautobiografie „My Winnipeg” (hier ein eiskalter Ausschnitt), und somnambule Bewohner, die vergeblich versuchen, diesem schneereichen Ort zu entkommen. Wenn man nicht aufpasst und kurz stehenbleibt, wird es einem so wie den Pferden (denen in Winnipeg, nicht denen in der Lasagne) ergehen, nur dass es nicht das Eis ist, das einen gefangen hält, sondern die Schneemassen, die in Bruchteilen von Sekunden über einem vom Himmel hernieder gekommen sind. Tja, grau ist alle Theorie (vor allem, wenn es um so etwas wie den meteorologischen Frühlingsanfang geht) – weiß ist die Praxis.
Samstag, 9. März 2013
In der Stadt der Kräne
Manche Dinge macht man viel zu selten. Nach Berlin zu fahren gehört dazu. Das kann man gar nicht oft genug machen und wenn man nun schon nicht einen Koffer, sondern eine ganze Wohnung in Berlin hat, dann wird es allerhöchste Zeit, endlich mal wieder unsere Stadt (ja, da gibt es berechtigte Eigentumsansprüche) heimzusuchen.
Während ich endlich mal den Besuch des Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité anstrebte, wollte das kleine Monster den Bundestag unsicher machen. Aber es kam ganz anders. In der Zeit, in der mich Zwillinge an die Zweiseitigkeit des menschlichen Daseins und Miteinander im Allgemeinen oder die dramatische Verbundenheit im Besonderen wie in Nino Haratischwilis Roman „Mein sanfter Zwilling” (Pathos steckt ohne Zweifel in Pathologie) erinnerten, bei mir Sammelleidenschaft für Gallensteine
erweckt wurde und ich sehr darüber erfreut war, dass sozusagen eine Visite im Depot (noch größere Sammelleidenschaftserweckung) möglich war, landete das kleine Monster im Hauptstadtstudio der ARD und ging dort auf Sendung.
Unausweichlich war dann wieder Kreuzberg. Zu meiner Freude ist die Gentrifizierung dort doch noch nicht so vorangeschritten wie befürchtet, auch wenn sich wieder viel verändert hat. Nach wie vor gibt es aber die Galerie von endartist und Nasenflötenprotagonist Klaus „Chicken” Theuerkauf, der sich zunehmend der (oft nicht ganz jugendfreien) Objektkunst zuwendet. Dadurch, dass sich gleich ein Gespräch ergab, habe ich leider ganz vergessen, Fotos zu machen. Nachdem die Nahrungsaufnahme ein großes Thema war, machten wir uns dann zu unserem Lieblingsitaliener („Parlamento Degli Angeli”) auf, um himmlisch genießen zu können.
Seit diesem Besuch ist in Friedrichshain neben der Strychnin-Galerie die Zozoville-Galerie Pflicht und zwangsläufig gab es wieder wie jedes Mal Zuwachs für’s Gruselkabinett – u. a. was für Milchjunkies und eine Vermisstenmeldung.
Allet in allem also wieder voll jut. Nur das Wetter war teilweise nicht sehr knorke, von wegen Sibirien und so.
Mittwoch, 27. Februar 2013
Die lieben Kollegen, Teil 19
Die Arbeitslast wird echt immer größer.
Sonntag, 24. Februar 2013
Klänge für den Untergang
Das, was beim letzten Konzert von kATTWYk ein Grauwert am Horizont war, erblickte nun als Telomer erstmals das Licht der Bühne. Musikalisch zwar anders gewandet – wobei dieses Gewand auch wieder mit viel Dunkelheit gewebt wurde –, aber wiederum getragen von morbid-dekadenter Poesie. Die Selbstbeschreibung der Band ist wieder so aussagekräftig, dass sie unbedingt zitiert werden muss: „Telomer haben sich der Schönheit der Auflösung verschrieben. Mit Wonne und Grimm strebt alles dem Ende entgegen. Kalte Analysen der Welt in unterschiedlichen Erregungszuständen: Nervosität, Verzweiflung, Zynismus, Aufbegehren unter dem Vorbehalt der Vergeblichkeit. Die Menschen in diesen poetisch radikal destillierten Geschichten sind nicht gut, und der Erzähler scheint nicht viel mehr zu verlieren zu haben als seinen Verstand. Die Kerbhölzer der Mitglieder von Telomer stecken tief in den Achtzigern, als es draußen auch nicht besser war, nur halt anders. So klingt die Hamburger Band nach Rost und Germanium, nach Eisblumen und Schmutzanstrich. Es schleppt, es treibt, es beißt, es flaniert durch Sanierungsgebiete. Schön, wenn der Schmerz nachlässt.”
Die Erwartungen an dieses neue Bandprojekt waren mit Sicherheit nicht zu hoch, denn der erste Auftritt wusste auf Anhieb zu überzeugen. Etwas störend war nur, dass der Gesang lautstärkemässig nicht so gut abgemischt war. Und auf ein paar schunkelnde Pseudopunks hätte man auch verzichten können. Aber ansonsten: Bitte mehr davon!
