Vorsicht, bissige Bloggerin!
 

Montag, 29. Januar 2018

Let the Corpses Tan (Laissez bronzer les cadavres)

Belgien / Frankreich, 2017
Regie: Hélène Cattet, Bruno Forzani
Darsteller: Marc Barbé, Bernie Bonvoisin, Dorylia Calmel, Stéphane Ferrara, Elina Löwensohn, Hervé Sogne

Zu den besten Filmen des Fantasy Filmfests zählen für mich „The Strange Color of Your Body's Tears” und vor allem „Amer” (der erste und nach wie vor beste Film von Hélène Cattet und Bruno Forzani). Dementsprechend habe ich mich auf das dritte Werk der beiden Regisseure bei den auf den White Nights gezeigten Filmen am meisten gefreut. Diesmal gibt es sogar fast eine richtige Handlung. Hauptort ist der auf Korsika gelegene verfallene Rückzugsort einer etwas nun ja exzentrischen Künstlerin. Weitere Personen bereichern den Schauplatz wie beispielsweise ein Schriftsteller und seine ihm folgende Familie oder ein Gangsterboss mit seinen Kumpanen, die gerade einen Goldtransporter überfallen haben. Spätesten als noch zwei Polizisten folgen, geht eine überbordende Schießerei los. Diese ist aber ebenso wie die Handlung insgesamt vollkommen zweitrangig. Der Giallo steht erneut Pate und das Einzige was zählt, sind Bild und Ton. L’art pour l’art in seiner reinsten Form. Ein Rausch der Sinne, der aufs Neue mehr als faszinierend ist. Dieses Exzessive ist ganz gewiss nicht für jeden geeignet, aber wenn man so etwas mag, dann über alles.

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The Endless

USA, 2017
Regie: Justin Benson, Aaron Moorhead
Darsteller: Justin Benson, Tate Ellington, Callie Hernandez, James Jordan, Emily Montague, Ric Sarabia, Lew Temple

„Resolution” ist nicht nur ebenfalls ein Film der beiden Regisseure, der mir sehr gut gefallen hat, sondern auch ein Teil von „The Endless”. Hier beginnt der Film gleichfalls weniger mysteriös. Zwei Brüder sind vor 10 Jahren einer Sekte entkommen, die mit einem UFO-Todeskult in Zusammenhang gesetzt wurde. Aaron, der Jüngere, verspürt Sehnsucht nach der damaligen Gemeinschaft. Ein Video ist auch nun wieder der Auslöser zu einer Reise in die Vergangenheit. Den beiden Hauptdarstellern wird wie auch den übernatürlichen Erscheinungen erneut der meiste Platz eingeräumt. Der sehr eigene kreative Umgang mit Übersinnlichem ist zum einen zutiefst verwirrend, zum anderen vor allem sehr beeindruckend. Hierbei geht es nicht darum, etwas (eindeutig) zu erklären, sondern um das genaue Gegenteil. Dieses Science-Fiction-Horror-Szenario ist alles andere als leicht konsumierbar und entzieht sich jeder Konventionalität.

Ich bin mir sicher, dass noch mehr Rätselhaftes folgen wird und muss nun auch noch unbedingt „Spring” nachholen.

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The Little Hours

Kanada / USA, 2017
Regie: Jeff Baena
Darsteller: Fred Armisen, Alison Brie, Dave Franco, Kate Micucci, Aubrey Plaza, John C. Reilly, Molly Shannon

Frei (sehr frei) von Boccaccios „Dekameron” inspiriert geht es in dieser Komödie um Sex und An­ti­kle­ri­ka­lis­mus. 14. Jahrhundert in der Toskana: in einem Kloster sind die jungen Nonnen von ihrem öden Alltag mehr als frustriert. Um so erfreuter sind sie, als ein junger Mann im Kloster aufgenommen wird, der sich bald vor dieser Freude nicht mehr retten kann. Aber auch zuvor waren die Nonnen alles andere als brave Mädchen und erst recht nicht auf den Mund gefallen. Hier sollte man gleich einmal ein Glas Messwein erheben und auf die sehr humorvoll umgesetzte Entlarvung der Scheinheiligkeit unter dem Kreuz anstoßen. Glücklicherweise ist das alles nicht zu klamaukig geraten, etwas mehr Biss hätte allerdings ruhig enthalten sein können. So ist es eher ein locker-leichter Spaß, der verdammt unterhaltsam ist.

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Cold Skin

Frankreich / Spanien, 2017
Regie: Xavier Gens
Darsteller: John Benfield, Aura Garrido, Iván González, David Oakes, Ray Stevenson, Ben Temple

Ein junger Wetterforscher wird zu Anfang des 1. Weltkrieges auf einer einsamen Insel mitten im tosenden Meer in kalten Gefilden des südlichen Polarkreises ausgesetzt. Der Vorgänger der Wetterstation, welche er übernimmt, ist spurlos verschwunden. Einzig ein grimmiger Leuchtturmwärter haust auf diesem rauen Eiland. Dieses glaubt der junge Mann zumindest bis zu seiner ersten Nacht an seinem neuen Wohn- und Arbeitsplatz… Nachts wird es auf der Insel jedoch ziemlich lebendig. Es folgen weitere Entdeckungen und Erkenntnisse, die schon recht spannend inszeniert sind. Äußerst störend wirken sich allerdings gehäuft vorkommende Unlogik als auch platte Weisheiten aus. Insgesamt ist die Handlung all zu grobschlächtig konstruiert. Wirklich beeindruckend sind jedoch die grandiosen Landschaftsaufnahmen, so dass dieses Abenteuer-Horror-Fantasy-Drama dennoch sehenswert ist.

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A Beautiful Day (You Were Never Really Here)

USA, 2017
Regie: Lynne Ramsay
Darsteller: John Doman, Alex Manette, Alessandro Nivola, Joaquin Phoenix, Judith Roberts, Ekaterina Samsonov

Joe, ein traumatisierter Kriegsveteran, verdient sich seinen Lebensunterhalt damit, entführte Minderjährige aus den Fängen von Mädchenhändlern zu befreien. Viel mehr als einen Hammer braucht der wortkarge Einzelgänger dazu nicht. Ebenso wie der Hauptdarsteller schlägt der Film hammerhart auf sehr unterkühlte Art zu. Neben der gewalttätigen Seite von Joe werden dabei durchaus auch seine verletzlichen und fürsorglichen Wesenszüge gezeigt. Die Distanz bleibt jedoch bestehen, auch wenn das Geschehen zunehmend intensiver wird. Das Packende dieser kühlen Intensität ist neben dem hypnotischen Soundtrack von Radiohead-Gitarrist Jonny Greenwood vor allem in der überzeugenden Leistung des Hauptdarstellers Joaquin Phoenix begründet. Auf fiebrig und ruhig zugleich inszenierte Weise fesselt dieses Thriller-Drama sehr gekonnt.

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Deutscher Kinostart: 26.04.2018

The Shape of Water (Das Flüstern des Wassers)

USA, 2017
Regie: Guillermo del Toro
Darsteller: Sally Hawkins, David Hewlett, Richard Jenkins, Doug Jones, Michael Shannon, Octavia Spencer, Michael Stuhlbarg

Eine ungewöhnliche Liebe in Zeiten des kalten Krieges: die stumme Putzfrau Elisa nähert sich zunehmend auf sehr emotionale Weise einem Amphibienwesen, das in einem Forschungslabor der Regierung – Elisas Arbeitsplatz – gefangen gehalten und malträtiert wird. Der Wassermann teilt ihre Vorlieben für Eier, Musik, Film und Katzen. Letzteres allerdings auf etwas andere Weise. Eine Beziehung unter äußerst schwierigen Voraussetzungen – aber wo die Liebe hinfällt…
Regisseur Guillermo del Toro ist kein Unbekannter („Hellboy”, „Pans Labyrinth” etc.) und eher für düstere Werke bekannt, bei denen sich allerdings auch schon da und dort mehr oder weniger Kitsch und Pathos in der Dunkelheit verstecken. Bei diesem Fantasymärchen gleitet er nun vollkommen im Süßwassergefilde. Aber mit Herz! Sehr stark erinnert der Film beispielsweise an „Die fabelhafte Welt der Amélie”. Insgesamt, vor allem aber durch das Setdesign, ist das alles sehr schön anzusehen und durch und durch eine Hommage ans Kino. Wenn es denn mal auch eine Schnulze sein darf, dann kann man an dieser Romanze nicht vorbei schwimmen.

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Deutscher Kinostart: 15.02.2018

Dienstag, 23. Januar 2018

Das Leiden einer Mutter

Fürsorglich zieht man ein Kind (oder mehrere) auf. Versucht das Beste auf dem Lebensweg mitzugeben, was viele Freiheiten als auch klare Ansagen beinhaltet. Und vor allem viele Anregungen zu geben, um zu zeigen, wie vielfältig das Leben und dessen Möglichkeiten sind. Nachvollziehbarerweise geht man von sich selbst aus. Wählt beispielsweise als erstes Kinoerlebnis einen Dokumentarfilm über Max Ernst, besucht Ausstellungen etc. Das wird zunächst auch begeistert aufgenommen, aber dann trennen sich zunehmend die gemeinsamen Wege. Kunst und Kultur (also nur ein Aspekt) spielen keine Rolle mehr, stattdessen aus meiner Sicht weitaus profanere Interessen. Nun ja, ich finde das Thema „Nahverkehr” eher nicht so spannend. Sicher würde ich mir eigentlich wünschen, dass das kleine Monster meine Interessen in irgendeiner Form mehr teilen würde und ich ihm all mein Wissen und vor allem meine Freude daran weitergeben könnte. Aber das kleine Monster ist zwar mein Sohn, aber nicht ich, sondern eine eigenständige Persönlichkeit. Gut und sehr schön ist allerdings, dass es gleichfalls sehr intensiv seinen Interessen folgt. Dies ist bestimmt auch nicht selbstverständlich. Und ich schätze das sehr. Manchmal würde ich mir aber doch mehr kongruierende Interessen wünschen. Andererseits müsste ich mir dann zukunftsmäßig weitaus mehr Gedanken machen. Diese ganze Ausrichtung in spießigere Gefilde (ein Lehramtstudium ist auch noch eine Option) hat also auch seine Vorteile. Letztendlich macht das kleine Monster ganz folgerichtig seine eigene Revolte in gegenteiliger Richtung. Genau genommen bin ich aber einfach nur glücklich, wenn es das kleine Monster auch ist.

Sonntag, 21. Januar 2018

Wohltäter über die Ohren hinaus



„Gern wieder und gern mehr kann man da nur sagen” schrieb ich damals und musste mich nun über ein Jahr gedulden, bis die Boten des Anführers der himmlischen Heerscharen mich erneut erretteten. Dies bedeutete jedoch nicht nur einen überirdisch schönen Abend, erlöst aller Qualen, denn die gnadenreiche Zeit war mit dem Auftritt der St. Michael Front nicht schon wieder beendet. Auch in Zukunft muss ich nicht um mein Seelenheil fürchten – im April wird endlich das Debütalbum erscheinen. Und damit nicht genug; mir wurde auch noch angekündigt, dass mir dieses als Geschenk vermacht wird. Die Herrlichkeit des Paradieses ist nah!

Freitag, 19. Januar 2018

Schneewittchen lässt grüßen

Eine Königin sticht sich versehentlich mit der Nähnadel in den Finger und drei Blutstropfen fallen in den Schnee… Dieses Märchen ist sicher jedem bekannt. Wahrscheinlich weniger bekannt ist, dass dieses Jahr erstmals (nach zwei Jahren) auch hierorts die White Nights des Fantasy Filmfests stattfinden (in genau der Stadt, wo alles begann). Für mich das Wintermärchen schlechthin. Nächstes Wochenende färbt sich also der Schnee (egal, ob vorhanden oder nicht) blutrot.

Mittwoch, 17. Januar 2018

Tag der italienischen Küche

Dieser sogenannte Aktionstag ist heute. Wenn ich meist zufällig so einen „Tag des Blablablubb” mitbekomme, handelt es sich vielfach um etwas, bei dem ich mir nicht mal vorstellen kann, wie man auf die Idee kommen kann, hierfür einen Gedenktag einzurichten. Heute sieht es da schon etwas anders aus. Und auch der 17. Januar, der „Art’s Birthday”, bei dem seit 1963 der Geburtstag der Kunst gefeiert wird, hört sich für mich sympathisch an (die Frage nach dem Sinn sei erst einmal dahingestellt), so dass mir der Gedanke kommt, dass da ja doch alles nicht so schlecht ist. Ein Blick auf weitere Aktionstage im Januar ergeben jedoch gleich wieder einen ernüchternden Eindruck – Tag der Blockflöte (10. Januar) oder Internationaler Tag der Jogginghose (21. Januar) lassen meine vorherigen Zweifel (mal ganz vorsichtig ausgedrückt) wiederum auf Neue in massiver Weise zurückkehren. Andererseits evoziert dies gleichfalls eine Idee – nämlich die, eigene Aktion-/Gedenktage ins Leben zu rufen. Darüber denke ich jetzt noch mal genauer nach. Mitlesende können mich dabei jedoch gern unterstützen. Sowohl die Auswahl der Thematik als auch die des Tages sollten wohl überlegt sein.

Montag, 8. Januar 2018

T(w)od(ay).net

Oder noch einmal ohne Klammern: tod.net.

Das letzte Zucken von twoday.net? Ich hoffe nicht, denn trotz aller Unzulänglichkeiten und schwindender Blogger, fühle ich mich dieser Plattform sehr verbunden. Viele haben schon das Weite gesucht, manch einer schon sein Blog für den Ernstfall in neue Welten exportiert. Aber wohin, kann man nur im Einzelfall eruieren. Deshalb habe ich hier in einer Subdomain von meinem noch nicht aktiven neuen Blog einen Beitrag angelegt (das wird auch bald noch schöner aussehen), wo man seine zukünftige Adresse posten kann. Oder auch, wenn man diese als Ex-twodayler schon längst hat. Wer also den weiteren Kontakt zur Community von twoday.net auch nach deren Ableben (es ist ein langsamer Tod, aber ziemlich unausweichlich) wünscht, möge dort einen Kommentar hinterlassen.

Sozialkompetente Fellmonster

Um noch einmal auf die Reaktionen auf diesen Beitrag einzugehen, möchte ich folgendes berichten:
Heute Morgen (ja, gut... Morgen ist relativ und für mich war das mitten in der Nacht) war das langschläferfreundliche Leben nach meinem Urlaub zwischen den Jahren für mich vorbei, als der Terrorakt des Weckers einsetzte. Das Verfressene von den beiden Fellmonstern deutet normalerweise schon ein kaum wahrnehmbares Blinzeln von mir als Aufforderung, um mehr als deutlich sein Frühstück einzufordern. Heute setzte es sich vor mich hin und schaute mich nur eindringlich an. Ich schaute sogar zurück. Es erkannte sofort, dass ich noch 5 Minuten oder so brauche und randalierte nicht, sondern rollte sich noch einmal schnurrend zusammen.

Die lieben Kollegen, Teil 57

Der Konzernobercheffe hat einen an ihn gerichteten Interviewfragebogen zur add art von einem Kunstmagazin bekommen und an mich mit der Bitte weitergeleitet, dass ich das auf Seriosität prüfen soll.
„Sie meinen, dass ich die Fragen beantworten soll?”
„Genau!”
Hätte er ja auch gleich sagen können...



Mein Azubi lässt sich gern von unserer Servicekraft mit Gebäckresten von Meetings durchfüttern. Als er heute von einer Absprache mit ihr wieder bei mir auftauchte, meinte ich zu ihm, dass er da Krümel im Mundwinkel hätte. „Wo? Links oder rechts?” „Weder noch, war nur ein Scherz.” So viel gelacht wurde wahrscheinlich noch nie an einem ersten Arbeitstag im neuen Jahr. (Er wird jetzt wahrscheinlich dennoch immer in den Spiegel im Fahrstuhl schauen.)

Mittwoch, 3. Januar 2018

Probier’s mal mit Gemütlichkeit

Mein Urlaub zwischen den Jahren (und darüber hinaus) war bisher von sehr viel Nichtstun geprägt. Naja, irgendetwas macht man ja doch und ich habe auch die Räumlichkeiten des Gruselkabinetts hin und wieder verlassen. Aber vielfach lümmelte ich einfach nur auf Bett oder Sofa und die zwei Mitbewohner mit Fell haben sich darüber besonders gefreut. Die beiden Fellmonster genießen diese Zeit meiner lethargischen Anwesenheit sehr und sind quasi am Dauerkuscheln. Ein Leben ohne Katzen ist definitiv kein Leben.

Bin ich schon drin?

Der Jahreswechsel vollzog sich bei mir auf sehr entspannte Weise. Doch recht fernab von der Frontlinie mit Dauerbeschuss und mit Menschen, die dennoch verstehen, wie man gut feiern kann. Den Zeitpunkt um Punkt Mitternacht habe ich vor lauter Entspanntheit dann auch sehr ungewöhnlich vollbracht. Aber man kann auch sehr gut ein, zwei Minuten später auf dieses neue Jahr mit allen Anwesenden anstoßen und sich in Umärmelungen ergehen. Und wieder habe ich festgestellt, dass diese Großstadt einfach nur ein Dorf ist. Oder irgendwie holt einen immer wieder die eigene Vergangenheit ein. Dort, wie auch schon zuvor beim Jahresausklangfestival der Hörbar (zwar nur einen Tag dabei, aber sehr genossen), wurde ich in die Zeit Anfang/Mitte 90er versetzt, bei den Leuten, die ich getroffen habe. Für 2018 habe ich ja eigentlich meinen Blick nach vorn gewandt, gespannt auf alles Neue. Und nun wurde ich mehrmals ca. ein Vierteljahrhundert zurück gebeamt. Auch wenn mich das alles durchaus gedanklich etwas beschäftigt, bin ich dennoch mental mehr im Hier und Jetzt. Das fühlt sich jedoch noch immer nicht nach einem neuen Jahr an, sondern eher wie eine Zwischenzeit. Mag sein, dass es daran liegt, dass ich noch Urlaub habe. Mag sein, dass der Supermond darauf Einfluss hat. Das würde auch erklären, warum ich nicht nicht nur jahresmäßig, sondern auch tageszeitmäßig momentan ziemlich desorientiert bin. Und zudem die wildesten Ideen habe wie beispielsweise, mir mitten im Wald eine neue Bleibe zu suchen. Der Realitätscheck wird morgen erfolgen, wenn ich mir das auserwählte Objekt anschaue. Normalerweise kann ich mir sehr viel vorstellen und mag es auch, die abstrusensten Sachen auszuspinnen, aber dann bin ich doch eher zu rational, um das umzusetzen, wenn Idee und Realität zu weit auseinander liegen. Morgen wird sich also zeigen, ob ich in Angesicht der Gegebenheiten dies immer noch als gute Idee empfinde. Und die Entscheidung dürfte auch dazu beitragen, dass ich mich mehr in 2018 verorte.

Sonntag, 31. Dezember 2017

Auf ein Neues!

Mehr Energie und ein lässiges Jahr, voll schöner Erlebnisse als auch entspannter Ruhe wünschte ich für 2017. Tja. das hat wohl nicht so ganz hingehauen… Es gab lange kein Jahr mehr, in dem es so viele Änderungen für mich gab. Vieles ging zu Ende und viel Neues begann. Was das Neue betrifft, überwiegt zum Glück der positive Aspekt und am 1. 1. 2018 wird es gleich mit einer erfreulichen Neuerung weitergehen. Bei so viel Neuem ist der Blick automatisch nach vorn gerichtet – voller Neugier, wohin das Neue führt.

Somit wünsche ich allen ein richtig neues und gutes
2 0 1 8

Sonntag, 24. Dezember 2017

Mumifizierte Weihnachtsgrüße (ohne Mindesthaltbarkeitsdatum)

Kaum ein Fest ist von so viel Künstlichkeit geprägt wie Weihnachten und dies schon von Beginn an. Genauso künstlich wird es über die Zeit hinweg vor dem Verfall bewahrt. Wer muss da nicht sofort an Mumien denken? Sie nicht? Dabei gibt es doch sogar schon den entsprechenden Weihnachtsbaumschmuck. Und um dies noch einmal in aller Deutlichkeit zu zeigen, treten dieses Jahr im Gruselkabinett Mumien in Erscheinung:



In diesem Sinne: Lassen Sie sich nicht einwickeln, sondern entwickeln Sie lieber Ihren eigenen Zugang zu ein paar schönen Tagen zu dieser Zeit!

Freitag, 22. Dezember 2017

Vorweihnachtliches für die Katz

Oder vielmehr für die beiden im Gruselkabinett residierenden Fellmonster.

Diese benötigten mal wieder frisches Brechmittel aka Katzengras. (Nur zur Erklärung für jene, die nicht wissen, warum Katzen Gras – nicht zum Rauchen, sondern zum Fressen – benötigen. Dies dient nicht zur vegetarischen Nahrungsumstellung, sondern um Haare, die sich bei einer gewissenhaften Fellpflege im Magen ansammeln und nicht verdaulich sind, aus diesem zu entfernen. Dies erfolgt durch Vomitation oder wo etwas reingeht, kommt es auch wieder heraus.) In winterlichen Zeiten ist es oft nicht so einfach, hierfür Nachschub bereitzustellen, da bekanntlich das Sonnenlicht eher begrenzter ist. Am einfachsten ist es dann doch, dies käuflich zu erwerben und nicht selbst zu züchten. Bei einer Filiale eines größeren Hökers für allerlei Pflanzliches ist so etwas normalerweise immer im Angebot, aber ich sah zunächst nur Weihnachtssterne (absolut nicht geeignet), Weihnachtsgestecke und dergleichen. In dem Moment, als mich der Verkäufer ansprach, entdeckte ich dann doch sehr versteckt das Gewünschte. Gleich wurde nachgefragt, ob ich mehr benötigen würde – die Jahresendzeitfeiertage stehen ja bevor. Halt die üblichen Hamstereinkäufe zu solchen Anlässen implizierend. Auch wenn ich seine mehr indirekt kommunizierte Aversion gegenüber diesem alljährlich stattfindenden Treiben vollkommen nachvollziehen kann, meinte ich nur, dass das dennoch nicht so viel zum Kotzen ist, als dass ich mehr als einmal Katzengras benötigen würde.

Montag, 18. Dezember 2017

Die Zeit ist ein mieser Verräter

Ganz sicher ist mir bewusst, dass Zeit etwas Endliches ist, wenn es um alles Menschliche geht. Aber erst letztes Jahr schien es so, als wenn dies manche Menschen nicht berührt. Das eine oder andere „Zipperlein” war schon vorhanden, aber nichts was ernsthaft war, und das Leben beeinträchtigte. In letzter Zeit hat sich das leider massiv geändert. Zunehmend breitete sich Demenz aus und inzwischen soweit, dass gar nichts mehr allein geht. Die Tagespflege ging in eine stationäre Pflege über und Zeit ist etwas, das nicht mehr mit der Zeit tun hat, die die Gegenwart betrifft. Es ist für mich eine Erinnerung daran, wie schnell sich alles ändern kann. Nur ein Jahr kann grundlegende Veränderungen bedeuten. Das mag manchmal nur der Beginn von einem neuen Lebensabschnitt sein, manchmal aber auch der vom letzten Lebensabschnitt. Sicher kann man ab einem gewissen Alter, erst recht nicht mit 90, sagen, dass dies überraschend ist. Aber das ist dann doch überraschend, wenn sich dies in relativ kurzer Zeit vollzieht.

Samstag, 16. Dezember 2017

Zu einem Fünftel ehrlich

Das kleine Monster hatte sein Portemonnaie verloren. Ganz ausgeschlossen ist es natürlich auch nicht, ob es nicht doch geklaut wurde. Schon am nächsten Tag tauchte es im Fundbüro auf. Alles war nach telefonischer Rückfrage noch drin – sogar das Geld. Beim Abholen stellte sich jedoch heraus, dass die Summe des Geldes nicht identisch war. Beim Abhandenkommen befand sich im Portemonnaie ein 10-Euro-Schein und 3 Cent in diesem. Und da ist sich das kleine Monster ganz sicher. Enthalten waren bei der Wiedergabe ein 2-Euro-Stück und 3 Cent. Da hat jemand anscheinend exakt 8 Euro gebraucht und das Wechselgeld dagelassen. Hm ... wozu braucht jemand 8 Euro, bei dem noch ein Rest Ehrlichkeit vorhanden ist?

Cerberus

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Inquisition

 

Katakomben

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Gehenna

Offene Wunden

oder der Rack-Schlüssel...
Soll schon vorgekommen sein, dass man einen Rechner...
bobbingal - 2018.06.15, 11:01
Bin auch am hadern, ob...
Bin auch am hadern, ob ich mein Versprechen hier bis...
NBerlin - 2018.06.14, 13:22
»Höret, was...
»Höret, was Erfahrung spricht: Hier ist’s...
nömix - 2018.06.14, 10:56
...es ist wohl ein bisschen...
...es ist wohl ein bisschen wie der umzug in eine neue...
fata morgana - 2018.06.14, 10:36
Im Übrigen finde...
Im Übrigen finde ich es sehr interessant, was...
C. Araxe - 2018.06.14, 00:34
Should I Stay or Should...
Hm, ja… ich tue mich da etwas schwer. Das neue...
C. Araxe - 2018.06.13, 23:51
Sie werden wohl recht...
Sie werden wohl recht haben. Dann ist es eben doch...
C. Araxe - 2018.06.10, 20:28
Die VI-Zentrale ist zwar...
Die VI-Zentrale ist zwar Freiburg, aber andere Standorte...
NeonWilderness - 2018.06.10, 16:50
Kann gut sein, dass twoday.net...
Kann gut sein, dass twoday.net mehr oder weniger ewig...
C. Araxe - 2018.06.09, 22:49
Oh Gott,
stimmt ja. Es könnte auch Ende Juni in zehn Jahren...
zuckerwattewolkenmond - 2018.06.09, 22:24
Tod und Wiedergeburt
Twoday.net tut sich mit dem Sterben ja offensichtlich...
C. Araxe - 2018.06.09, 21:47
Verwenden Sie statt der...
Verwenden Sie statt der Verringerung auf 180px lieber...
NeonWilderness - 2018.06.09, 12:04

Leichenhalle

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Verwesungsstadium

Online seit 4939 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2018.06.15, 11:01

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